Obwohl er aus Briesen in Westpreußen stammend, sah Paul Zech (1881-1946) sich als Westfale an. Er begründet dies unter anderem damit, dass seine Ahnen in Westfalen im Kohlenbergbau tätig waren. Aus idealistischen Gründen war Zech selbst zwei Jahre als Kohlenhauer im Ruhrgebiet und in Belgien tätig, was auf seine Dichtung nachhaltigen Einfluss ausübte. 1913 erschien die völlig überarbeitete Ausgabe seines erstmals 1909 als Privatdruck erschienenen Gedichtbands »Das schwarze Revier«, in dem Zech die Erlebnisse dieser Zeit expressiv verarbeitete. Eines seiner literarischen Hauptthemen war der Zwiespalt zwischen Natur und Industriewelt. Auch in seinem Gedichtband »Die eiserne Brücke« werden suggestiv beschworenen Industrie- und Großstadtszenarien oft natürliche Landschaften gegenübergestellt. Seinen Novellenband »Der schwarze Baal« (1917, überarbeitet 1919) widmete Zech den Opfern des Kohlenbergbaus. Zech war einer der produktivsten Schriftsteller seiner Zeit. Sein Werk umfasst etwa 30 Gedichtbände, 14 Erzählbände, acht Romane, 28 Dramen, zahlreiche Essays und Hunderte von Nachdichtungen.
Tondokumente
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Die Ahnungslosen audio/mpeg, 2 MB
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Der Kohlenbaron audio/mpeg, 742 KB
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Der Agitator audio/mpeg, 906 KB
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Streikbrecher audio/mpeg, 719 KB
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Im Dämmer audio/mpeg, 729 KB
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Der Hauer audio/mpeg, 749 KB
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Mittagschwüle audio/mpeg, 989 KB
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Das Grubenpferd audio/mpeg, 2 MB
