Zwischen 1485 und 1488/89 betrieb Johannes Limburg in Münster die erste westfälische Buchdruckerei, aus der drei kirchliche und vier humanistische Schriften bekannt sind. Den Rang, einziger Druckort in Westfalen zu sein, behauptete Münster lange Zeit. In Soest und Lippstadt hatten Druckereien nur vorübergehend Bestand (1523/24 bzw. 1523 bis 1525). Erst 1544 folgte Dortmund und 1559 Lemgo. Bis 1700 gab es im damaligen Kulturraum Westfalen 37 Buchdruckwerkstätten. Unter Franz von Fürstenberg (1729-1810) entwickelte sich Münster seit den 1770er Jahren zu einer bedeutenden Stadt für Buchdruck und Verlag. Verlegt wurden fast ausschließlich theologische, erbauliche und wissenschaftliche Werke. Über konfessionelles Schrifttum verläuft auch der Aufstieg der Verlage Aschendorff (auf katholischer Seite) und Bertelsmann (auf protestantischer Seite). Die Gedichtausgabe der Droste aus dem Jahre 1838 war der erste Versuch der Aschendorffschen Verlagsbuchhandlung, auch auf dem Gebiet der Belletristik Fuß zu fassen, was kläglich scheiterte – ganze 74 Exemplare wurden abgesetzt.