B wie Buchreihen

Einen frühen Versuch, durch eine Buchreihe aktive Literatursichtung und -förderung zu betreiben, startete der Westfälische Heimatbund nach dem Zweiten Weltkrieg. In der landeskundlich orientierten »Kleinen westfälischen Reihe« war der westfälischen Literatur eine eigene Unterreihe reserviert. Hier erschienen unter anderem Texte Ernst Meisters, Hans Dieter Schwarzes und Peter Hilles. Auch der Dortmunder Wolff-Verlag und der Emsdettener Lechte-Verlag eröffneten jungen Autoren eine Publikationsbühne. In der Reihe des Wuppertaler Peter Hammer-Verlags entstand in den 1970er Jahren die Reihe »Nordrhein-Westfalen literarisch«, die es auf 4 Bände brachte (zum Abdruck gelangten unter anderem Texte von Josef Reding, Paul Schallück, Walter Neumann, Paul Karalus und Wolfgang Körner, in denen sich die Autoren über ihre Lebenssituation vor allem im Ruhrgebiet äußerten). Einen neuen Anlauf zu einer NRW-Buchreihe unternahm in den 1990er Jahren der Dülmener tende-Verlag mit Bänden zu Monika J. Walther, Georg Bühren, Ralf Thenior und Friedel Thiekötter. In Schöninghs »Kleiner Westfälischer Bibliothek« kamen seit 1991 Texte von Friedrich Spee, Josef Seiler, Jodokus Temme, Annette von Droste-Hülshoff, Norbert Johannimloh und Moritz Bachmann heraus. Einen längeren Atem beweist seit 1993 die Reihe der Nyland-Stiftung »Neue westfälische Literatur« mit Einzelbänden zu Horst Hensel, Siegfried Kessemeier, Mechthild Curtius, Ralf Thenior, Friedel Thiekötter, Heinz Czechowski, Karl Riha, Reinhard Doehl, Otto A. Böhmer, Heinrich Schürmann, Thomas Krüger und Nicolai Kobus.