K wie Kinder- und Jugendbuch

»Das« spezifisch westfälische Kinder- oder Jugendbuch gibt es nicht. Westfälische Kinder- und Jugendbuchautoren greifen Themen auf, die in Westfalen, aber auch anderswo vorkommen: Diskriminierung, Ausländerfeindlichkeit, Ausgrenzung, Ökologie, Drogen, Isolation, Alltagssorgen, Probleme des Erwachsenwerdens. Die Autoren haben ihren je eigenen Zugang zum Kinder- und Jugendbuch gefunden. In dieser Vielfältigkeit liegt eine Stärke der hiesigen Kinder- und Jugendbuchlandschaft. Der gemeinsame Nenner: Heutige Kinderbuchautoren reden nicht um Probleme herum, sie nennen sie beim Namen, klagen an, klären auf, muten Kindern viel zu. Und das oft in einer Sprache, die sich längst von der »guten Kinderstube« emanzipiert hat.Die Kinder- und Jugendbuchszene bildet eine eigene Welt mit eigenen Literaturpreisen, eigenen Zeitschriften, einem eigenen Rezensionswesen. Auf diesem »Marktplatz« können sich westfälische Autoren gut behaupten. Für einige von ihnen ist das Schreiben von Kinder- und Jugendbüchern zum Hauptberuf geworden. In keiner anderen Literatursparte gibt es in Westfalen so viele freie Autoren wie im Bereich des Kinder- und Jugendbuches. Zu nennen sind Ghazi Abdel-Quadir, Jürgen Banscherus, Volker W. Degener, Erwin Grosche, Marjaleena Lembcke, Inge Meyer-Dietrich, Jo Pestum, Jutta Richter, Ralf Thenior, Kurt Wasserfall, Irmela Wendt und Ellen Widmaier.