»Fördern, was es schwer hat« – das Motto des NRW-Kultursekretariats bringt es auf den Punkt: Kultur abseits des Mainstreams bedarf der institutionellen Förderung und hat deshalb auch ihren Preis. In Zeiten knapper Kassen sind Kooperationen doppelt sinnvoll. Das genannte »Sekretariat« versteht sich als übergeordneter Koordinator und Ideenschmiede. In ihm sind 59 nordrhein-westfälische Städte und der Landschaftsverband Westfalen-Lippe zusammengeschlossen. Es konzipiert, plant und organisiert mit und für die Mitglieder Projekte in allen Kultursparten. Das Land NRW fördert die Projekte mit jährlichen Zuwendungen. Ein Beispiel aktiver Literaturpolitik sind sechs Bände des Autorenreaders »Schreiben – Lesen – Hören«, den das Kultursekretariat Wuppertal nach 1992 herausgab. Zahlreiche westfälische Autorinnen und Autoren sind vertreten. Das Land NRW vergibt darüber hinaus eigene (Förder-)Preise und Stipendien, ebenso der Landschaftsverband Westfalen-Lippe in Münster. Ein weiteres Förderinstrument sind Druckkostenzuschüsse, die bei den genannten übergeordneten Behörden, aber auch bei Städten und Gemeinden beantragt werden können. Speziell um den literarischen Nachwuchs kümmert sich die in Münster ansässige »GWK – Gesellschaft zur Förderung westfälischer Kulturarbeit«. In Zeiten knapper Kassen leisten Kulturstiftungen einen maßgeblichen Beitrag zur Belebung des literarisch-kulturellen Lebens (s. das Stichwort »Stiftungen «).