In Werl verstarb die Begründerin der katholischen Frauenbewegung, die Schriftstellerin, Publizistin und Politikerin Hedwig Dransfeld (*1871 Hacheney/Dortmund – †1925). Trotz schwerer körperlicher Behinderung war sie Leiterin des Ursulinen-Lyzeums in Werl, 1919 Abgeordnete der Nationalversammlung und bis 1925 Reichstagsabgeordnete. Von ihr ging die Anregung zum Bau der deutschen Frauen-Friedenskirche in Frankfurt aus. Sie gab die Zeitung für die höhere Mädchenschulbildung heraus und seit 1904 die Zeitschrift Christliche Frau. Außerdem hinterließ sie die Lyriksammlung Erwachen (1903).
Literarische Stätte: Grab auf dem Städtischen Friedhof.
In Werl wurde 1810 der Maler und Schriftsteller Heinrich Franz Gaudens von Rustige geboren († Stuttgart 1900). »Er besuchte 1828-1836 die Kunstakademie in Düsseldorf und war dann bis 1842 in Frankfurt/Main tätig. Weite Studienreisen führten ihn nach München, Tirol, Wien, Ungarn, Berlin, Belgien, Paris. 1845 übernahm er eine Professur für Historienmalerei an der Stuttgarter Kunstakademie. Tüchtige Maler und Illustratoren waren seine Schüler. 1857-1897 leitete er die Staatliche Gemäldegalerie. Im Stuttgarter Kunstleben spielte Rustige eine wichtige Rolle. Der vielseitige Künstler trat auch als Schriftsteller, vor allem als Dramatiker, hervor.« (Hedwig Gunnemann)
Literarische Stätte: Rustige-Sammlung im Heimathaus Rykenberg (Am Rykenberg).
