Castrop-Rauxel Henrichenburg

Auf dem Gut Haus Henrichenburg, das ihr Vater gepachtet hatte, verlebte die Märchenerzählerin Hedwig Kiesekamp geb. Bracht (*1844 –†1919 Münster; Pseudonym: Helene Kornelia, L. Rafael) ihre Kinder- und Jugendzeit. Die Sitten und Gebräuche der Henrichenburger Umgebung sind in ihren Märchen und Erzählungen lebendig geblieben. Sie kam durch ihre Eheschließung nach Münster und wurde dort von Levin Schücking (s. Leopoldshöhe-Niederbarkhausen, Sassenberg u.ö.) gefördert. Die Heimatschriftstellerin veröffentlichte Gedichte, Märchen und Erzählungen in Bänden wie Neuer Märchenschatz (1876), Großmutter erzählt (1896), Vom alten Sachsenstamm (1905) oder Auf roter Erde (1914).

Literarische Stätte: Die alte Ritterburg Henrichenburg, im 13. Jahrhundert erbaut, wurde 1787 abgerissen. An ihrem Platz entstand das Wirtschaftsgut Haus Henrichenburg (in der Freiheitsstraße 49). Es ist heute in Privatbesitz und soll zu einem Seniorenwohnsitz ausgebaut werden. Eine Kiesekamp-Sammlung befindet sich in der Universitätsbibliothek Münster.

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