Der in Bielefeld-Jöllenbeck tätige Pfarrer Johann Moritz Schwager (1738-1804), ein Volksaufklärer, veröffentlichte 1804 Johann Moritz Schwager's Bemerkungen auf einer Reise durch Westphalen, bis an und über den Rhein. Schwager wollte ein Volkslehrer sein, der das Gute und Nützliche nicht nur von der Kanzel predigte, sondern zum Wohl des Gemeinwesens auch im alltäglichen Leben zu verwirklichen suchte. So bemühte er sich unter anderem um Verbesserungen in der Landwirtschaft und im Gesundheitswesen. Er war aber nicht nur ein Volksaufklärer, der in moralischen Wochenschriften und Magazinen historische und aktuelle Themen behandelte, aus seiner Feder stammen noch weitere 24 Bücher, darunter fünf satirische Romane und die Werther-Parodie Die Leiden des jungen Franken (1777), die in ihrer Zeit für Aufsehen sorgte.
Eine Millionenauflage erlebte die Kleine Missionsharfe des Johann Heinrich Volkening (*1796 Hille – †1877 Holzhausen, Kreis Lübbecke), den Friedrich Wilhelm IV. den »Papst von Westfalen« nannte. Volkening, Sohn eines Windmüllers, wird als Initiator der sogenannten zweiten Erweckungsbewegung im Minden-Ravensbergischen bezeichnet. Seit 1827 wirkte er als Pastor in Gütersloh und von 1838 bis 1869 in Jöllenbeck, das Kirchengebäude steht heute nicht mehr.
Noch um 1880 heißt es in einem Spottlied in Anspielung auf die Erweckungsbewegung: »In dem Jöllenbeck, dem heiligen / Möchte sogar ich verweiligen, / Wo der Mensch noch fromm und brav […]. «
1856 lehnte Volkening eine Berufung zum Generalsuperintendenten für Westfalen mit der Begründung ab, dass er seine Gemeinde nicht verlassen wolle. Seine populären protestantischen Kirchenlieder behielten bis weit über die Jahrhundertmitte hinaus im ganzen evangelischen Westfalen und in den angrenzenden Gebieten großen Einfluß.

