Als Schauplatz der Ermordung von Engelbert I., Erzbischof von Köln, durch den Grafen Friedrich von Isenburg im Jahre 1225 ging Gevelsberg vielfach in die Literaturgeschichte ein. Die Bearbeitung des Stoffs beginnt mit Walther von der Vogelweides (1170/75-1230) Totenklage Auf Engelberts Tod. Sie setzt sich über Annette von Droste-Hülshoffs Ballade »Der Tod des Erzbischofs Engelbert von Cöln« (1841) bis zu Adaptionen in der Gegenwart fort. Zu den populären Bearbeitungen zählt unter anderem Friedrich Müllers (1749-1825) Ballade »Graf Friedrich und sein Ende«, Friedrich Rauterts (s. Hattingen) Gedicht »Die Legende vom Isenberg« (1818), Heinrich Kämpchens (s. Bochum) balladenartige Dichtung »Das Ende der Gräfin vom Isenberg«, Heinrich Schöbers (1900-1963) lyrisches Gedicht »Ranken überm Isenberg« und Friedrich Wilhelm Buckesfelds (1859 Hamm/Herringen-1948 Rudolstadt) historisches Schauspiel »Die Letzten von Isenberg«.
Literarische Stätte: Engelbert-Denkmal am Stift Gevelsberg, nahe der Mordstelle und des Friedhofs; Engelbert-Kirche in Gevelsberg; jährliche Engelbert-Kirmes in Gevelsberg.