Hemer

In Hemer lebte von 1968 bis 1985 als freier Schriftsteller der Journalist August Kracht (s. Dortmund, Soest). Nach 1968 widmete sich der Journalist ganz seinen landes- und kunstgeschichtlichen Veröffentlichungen. 1985 siedelte er nach Bad Salzuflen über, wo er im selben Jahr starb.
In Hemer wurde 1807 der Sprachforscher Friedrich Leopold Woeste (1878 in Iserlohn gestorben) geboren, der neben der Brüdern Grimm einer der bedeutendsten Sammler von Märchen, Sagen und Brauchtumsüberlieferungen ist. Sein wichtigstes Werk war Das Wörterbuch der Westfälischen Mundarten (1830; Reprint 1882).

 

Literarische Stätte: Woeste-Straße und Woeste-Gymnasium.


Nach dem Zweiten Weltkrieg lebte auch der Schriftsteller Rudolf Hagelstange (1912-1989) einige Jahre in Hemer.

Schauplatz Hemer: Das Felsenmeer, die Heimischen Höhlen und das nahe bei Hemer gelegene Hönnetal, bizarre Landschaftsformationen, regten insbesondere die Dichter der Romantik an. Spuren hiervon finden sich in Johann Wilhelm Aschenbergs Wanderung nach dem Klusenstein (in: Strack: Malerische Reise durch Westphalen. Bückeburg 1806) sowie in Freiligrath/Schückings Malerischem und romantischem Westfalen (1841/42).