Aus Bökenförde stammt Friedrich Wilhelm Helle (*1834 – †München 1901). Seine Lebensstationen führten über Brilon (Gymnasium), Münster und München (Studium) sowie Wien (Studienabschluß, Promotion, Tätigkeit als Hauslehrer) im Jahre 1870 wieder nach Westfalen zurück. Im Kulturkampf zwischen dem vorwiegend protestantischen preußischen Staat und der katholischen Kirche wurde er mehrfach verhaftet. Zuletzt lebte er verarmt und halb erblindet in Dresden und München. Das bekanntestes Werk dieses katholischen Messiasdichters, der als Nachfahre der Romantiker begonnen hatte, ist sein Epos Jesus Messias (Bd. 1, 1870; Bd. 2, postum 1910 erschienen), an dem er über 40 Jahre gearbeitet hatte.
Literarische Stätte: Gedenkstein an der katholischen Pfarrkirche; Lippstadt war früher Sitz einer Friedrich-Wilhelm-Helle-Gesellschaft.