Steinfurt-Borghorst

Bernhard Joseph Ecker (*1774 – †1819 Borghorst) wirkte seit 1802 als Vikar an der Stiftskirche in Borghorst. Er war das Kind kleinbäuerlicher Eltern aus Warendorf. Bis 1792 besuchte er das Gymnasium seiner Heimatstadt, trat dann in das ehemalige Minoriten-Kloster in Münster ein und studierte dort Philosophie, Theologie, Bibelauslegung, Kanonisches Recht und Griechisch. Nach 1797 ging er zur Fortsetzung seiner Studien nach Kleve. Sein bekanntestes Werk sind die Telynischen Versuche (Münster 1808). In zahlreichen westfälischen Taschenbüchern und Periodika ist er mit Beiträgen vertreten.

»Gern hätte er [Ecker] das Münstersche poetische Taschenbuch fortgesetzt gesehen, denn er […] zweifelte durchaus nicht, Münsterland könne ein solches ›Taschenbuch‹ bilden und unterhalten; er wußte, daß [Carl Wilhelm] Grote noch eine Menge Beiträge von Münsterländern hinterlassen hatte, ja ging selbst mit dem Gedanken um, die poetische Sammlung fortzusetzen und dessen Redaktion zu übernehmen.« (Mindener Sonntagsblatt 1819)


In Borghorst und Umgebung spielen mehrere Werke von Margarete Reichardt-Brader *1877 (Borghorst – †1938 Halle a.d. Saale), unter anderem ihr Augustin Wibbelt (s. Ahlen-Vorhelm) gewidmeter Roman Die Braut von Fikensholt (1912) und ihre Novelle Renken Markens Tochter (1914).
In Borghorst wurde Engelbert Drerup (1871-1942) geboren, Professor der klassischen Philologie in München, Würzburg, Nijmwegen, ein bekannter Homerübersetzer. Sein Geburtshaus war das Hotel zur Post. In Borghorst spielen sein Roman Pröpstinghoff (1907) und seine Jugenderinnerungen (1939).