Nanda Herbermann

Biographie

Geboren am 29. Dezember 1903 in Münster. Nach der Höheren Töchterschule war sie Gasthörerin an der Universität Münster (Kunstgeschichte und Literatur). Ausbildung im Buchhandel und in Redaktionsarbeit. Privatsekretärin Friedrich Muckermanns. Schriftleitung der Kulturzeitschrift Der Graal bis zur Auflösung durch die Nationalsozialisten. Internierung im KZ Ravensbrück. Sie lebte später wieder in Münster und starb am 2. August 1979 in Beelen.

Auszeichnungen

Bundesverdienstkreuz (1954) – Paulus-Plakette (1973).

Selbstständige Veröffentlichungen

Sieger in Fesseln. 1947, 1949 [Mitverf.] – Der gesegnete Abgrund. Schutzhäftling Nr. 6582 im Frauenkonzentrationslager Ravensburg. Nürnberg: Glock & Lutz 1946, 1948; Annweiler: Plöger 2002 – In memoriam P. Friedrich Muckermann S.J. Gedenkbuch. Celle: Giesel 1948 – Was Liebe erträgt. Roman. Celle: Giesel 1949 – Friedrich Muckermann. Ein Apostel unserer Zeit. Paderborn: Schöningh 1953 – „… Deine Angelika.“ Briefe an Niemand. Buxheim/Allgäu: Berger 1962 [Illustr.].

Übersetzungen

Edmond Nicolas: Auferstehung des Christentums. Celle: Giesel 1948 [mit Vorw.].

Unselbstständige Veröffentlichungen in

Westfalenspiegel 1953-1955 [Beitr. und Rez.].

Unselbstständige Veröffentlichungen über

A. Schuchert: Christl. Liebe oder Gewalt? in: Kirchl. Nachr. für das Bistum Mainz, 2, Nr. 37 vom 15.9.1946 – Nanda Herbermann wird 70 Jahre, in: Westf. Nachr., Münster, vom 28.12.1973 [Fotogr.] – Nanda Herbermann starb, in: Westf. Nachr., Münster, vom 4.8.1979 [Fotogr.] – A. Neugebauer: Nanda Herbermann. Eine Schriftstellerin im Widerstand, in: S. Happ (Hg.): „Laßt sie doch denken!“ 100 Jahre Studium für Frauen in Münster. Münster: Aschendorff 2008, S. 277 – Nanda Herbermann. Widerstandskämpferin, in: K. Hagemann: 100 prominente Münsteraner und ihre Grabstätten. Münster: Ardey-Verlag 2015, S. 90-92 – 1943. Nanda Herbermann, in: M. Trautmann, C. Daldrup: Botschafter des Himmels. Christliches Glaubenszeugnis in Münster. Münster: dialogverlag 2018, S. 112-114.

Erwähnungen in

H. Peitsch: Autobiographical Writing as „Vergangenheitsbewältigung“, in: German History 1989, 7, 1, S. 47-70 – Förderverein Internationale Frauenbegegnungsstätte Ravensbrück (Hg.): Christliche Frauen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Häftlinge im Frauenkonzentrationslager Ravensbrück von 1939-1945. Berlin: Morus-Verlag 1999 – E. R. Baer, H. Baer: Postmemory Envy?, in: Women in German Yearbook. Feminist Studies in German Literature and Culture 2003, 19, S. 75-98 – L. Schmidt-Fels: Deportiert nach Ravensbrück. Bericht einer Zeugin (1943-1945). Annweiler: Plöger 2004.

Nachschlagewerke

Kürschner: Dt. Lit.-Kalender 1952-1978 – Degener, 12. Aufl. 1955 – Kosch, 3. Aufl., Bd. 7, 1979 – Dt. Biogr. Archiv, N.F., Fiche 563, Sp. 146f. – Dt. Bibliothek.

Grabstätte/ Gedenkstätte

Zentralfriedhof Münster.