Peter-Hille-Gesellschaft

Ein gänzlich neues Kapitel in der Rezeptionsgeschichte und Pflege von Hilles Andenken hat sich durch die Gründung der »Peter-Hille-Gesellschaft« im Jahre 1983 aufgetan. Mit Sitz in Nieheim (Kreis Höxter) bündelt sie alle Bemühungen um den Dichter, hütet und interpretiert sein literarisches Schaffen.


1996 erschien – herausgegeben von Helmut Birkelbach – bereits das 13. Jahrbuch der Gesellschaft mit dem Titel »Hille-Blätter« und die 25. Folge des Mitteilungsblattes »Hille-Post«. Auf weit über 2000 Seiten liegt in diesen Publikationen inzwischen die wohl lebendigste und sicher umfassendste »Einführung« in Hilles Leben, Werk und Wirkungsgeschichte vor. In ihnen ist abgedruckt, was bei bereits 14 Hille-Wochenendtagungen in der Heimvolkshochschule »Weberhaus« Nieheim, im Hille-Haus Erwitzen und nahegelegenen Schlössern in Vortragsform zur Sprache gekommen ist. Aber auch bislang so gut wie unbekannte Primär- und Sekundärtexte werden darin vorgestellt.      


Die Hille-Gesellschaft unterhält ferner dieses als Literarische Gedenk- und Begegnungsstätte hergerichtete Geburtshaus Peter Hilles. Die Einklaßschule aus dem vorigen Jahrhundert diente viele Jahrzehnte lang als eine Art dörflicher »Abstellkammer« oder Notquartier. Bei der Restaurierung zeigte sich das wahre Ausmaß der Schäden, war doch das Fachwerk völlig vom Schwamm befallen.   


Durch die Anstrengungen der Stadt Nieheim und mit dankenswerter Unterstützung durch die Nordrhein-Westfalen-Stiftung für Natur, Heimatpflege und Kultur (Düsseldorf) konnte das Haus in einen Zustand versetzt werden, die – weil auch persönliches Engagement eingebracht wird – Hille 140 Jahre nach seiner Geburf und 90 Jahre nach seinem Tod zu höchst lebendiger Vergegenwärtigung verhilft. Unterschiedlichste Gruppen kommen hier – oft von weither – zu Lesungen, Gesprächen, Vorträgen und Führungen zusammen. Das im Hille-Haus untergebrachte Hille-Archiv sammelt, wenn auch meistenteils in Form von Kopien, alles, was von und über Hille geschrieben worden ist. 


Peter Hille hielt es bekanntlich nicht in seiner engeren Heimat. So unternimmt auch die Peter-Hille-Gesellschaft seit Jahren Literaturfahrten auf den Spuren anderer großer Dichter. Nach etlichen Reisen, die bislang beispielsweise Goethe, Jean Paul, den schwäbischen Dichtern, Stifter, Wilhelm Busch, Fontane Stefan Andres und Storm galten, sind weitere Litera-Touren, u. a. zu den Lebensstätten Hauptmanns und Eichendorffs geplant.


Die Peter-Hille-Gesellschaft zählt über 200 Mitglieder aus ganz Deutschland, ja, darüber hinaus. Ihr Erster Vorsitzender ist Dr. Michael Kienecker. 

 

http://www.peter-hille-gesellschaft.de/