In Borken-Hoxfeld wurde Ilse von Stach [Stach von Goltzheim] (*1879 – †1941 Münster) geboren. Sie entstammte einer altadeligen, protestantischen Familie. Noch in ihrer Jugend siedelte sie von Borken nach Aurich über. Anschließend wurde sie in einem freiadeligen Stift in Brandenburg erzogen. Während ihrer Ausbildung als Lehrerin in Berlin fand sie Anschluß an den Kreis um Peter Hille (s. Münster, Nieheim-Erwitzen u.ö.), Julius Hart (s. Münster, Tecklenburg) und den Anthroposophen Rudolf Steiner (1869-1925). 1906 zog sie nach Rom und heiratete dort den Schweizer Kunsthistoriker Martin Wackernagel (1806-1869), mit dem sie gemeinsam zum Katholizismus übertrat. Mit ihm lebte sie in Halle, Leipzig und von 1920 bis 1941 in Münster, wo sie auch starb.
»Ilse von Stach war in nahezu allen literarischen Sparten tätig. Thematisch behandelte sie häufig religiöse Konflikte im westfälischen Adelsmilieu. In ihren frühen Romanen ist der Einfluß Nietzsches deutlich, dann aber enthalten insbesondere ihre Dramen ein unverhülltes christliches Bekenntnis.« (vgl. Renate von Heydebrand)
Literarische Stätten: Ihr Geburtshaus, das Rittergut Haus Pröbsting, liegt etwa 4 Kilometer westlich von Borken an der Landstraße nach Bocholt; es dient heute als Tagungsstätte und Restaurant; Bilder und Dokumente im Heimatmuseum in der Heilig-Geist-Kirche (Heilig-Geist-Straße).
Schauplatz: Ilse von Stachs erster Roman Haus Elderfing spielt um Haus Pröbsting in Borken und Gemen. Weitere Werke mit Westfalenbezug sind: Die Sendlinge von Voghern (1910) und Weh dem, der keine Heimat hat (1921).
Das Wasserschloß Raesfeld (s. Raesfeld) und dessen Umgebung werden in Gustav Sacks Roman Ein verbummelter Student (1917) beschrieben.

