Während einer Kur in Bad Pyrmont im Jahre 1801 machte Johann Wolfgang von Goethe auch einen Abstecher nach Lügde.
In seinen Jahresheften hielt er fest: »Der Fußpfad nach Lügde zwischen abgeschränkten Weideplätzen her, ward öfters zurückgelegt … Das Franziskanerkloster ward besucht und einige dargebotene Milch genossen …«
Besonders beeindruckte ihn die uralteKirche hinter Lügde, wo man bei hellem Sonnenschein die Äcker von tausend und abertausend kleinen Bergkristallen wiederschimmern sieht.
1823 in Lügde geboren wurde Josef Seiler, der nach dem Musikstudium in Dresden bis zu seinem Tod 1877 als Organist in Münster tätig war.
»Schon 1849 gab er Sagen und Legenden aus Heimat und Fremde heraus … Doch der biedermeierliche Sammlereifer ist nur die eine Seite dieser Phase nach der politischen Enttäuschung »der 1848er Revolution«. Daneben artikulierte sich Unsicherheit, mitunter gesteigert bis zur Existenzangst. Auch hier leistet Seiler bemerkenswerte Beiträge. Dies gilt insbesondere für seine verstreut gedruckten Gedichte, die zumeist in Gisbert von Vinckes «Sagen und Bilder aus Westfalen« von 1854 und 1857 erschienen …« (Winfried Freund).