Siegen

Aus Siegen stammt der bekannte Pädagoge und Sozialpolitiker Friedrich Adolph Wilhelm Diesterweg (*1790 – †1866 Berlin).

»Das publizistische Schaffen dieses deutschen Pestalozzi – unter anderem von 1827 an die Herausgabe der Rheinischen Blätter für Erziehung und Unterricht – steht ganz im Dienste seines reformerischen Wirkens. Die Verbindung zu seiner Vaterstadt hat Diesterweg, wohl infolge seiner Familienverhältnisse, schon früh verloren. Er hat sich aber in seinen Schriften oft mit seiner Heimat beschäftigt und die Pflege der Heimatkunde immer wieder gefordert.« (Wilhelm Güthling)


Literarische Stätte: Geburtshaus Kölner Straße 11 (Gedenktafel); Ausstellung von Lebenszeugnissen im Siegerland-Museum.

 


Auch das Andenken an Johann Heinrich Jung-Stilling (s. Hilchenbach-Grund) wird im Siegerland-Museum durch einen eigenen Raum wachgehalten. In Siegen befindet sich außerdem die Johann-Gottfried-Herder-Bibliothek Siegerland e.V. mit über 35.000 bibliografische Einheiten. Schwerpunkte: Geschichte und Landeskunde der mittel- und ostdeutschen Landschaften, Ostmitteleuropas und Osteuropas; Fragen des Marxismus-Leninismus und des Systemvergleichs (bis 1989/1990).


Schauplatz: Im Siegerland spielen mehrere Romane Hermann von der Siegs [d.i. Hermann Bellebaum]: Fritz der Hammerschmied (Siegen 1858); Harold der Zigeunerkönig. Gemälde aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts (Siegen 1838); Hans von der Hube. Historisch-romantisches Gemälde aus der Zeit Rudolf von Habsburgs (Siegen 1832); außerdem Paul Grabeins Die vom Rauhen Grund (Roman, Leipzig 1915); Friedrich Hués Bertram der Jäger (Erzählung, Siegen 1936), Der Simmel. Geschichte eines Heimatsuchers im 30jährigen Krieg (Erzählung, Siegen 1974) und Käthe Papkes Die Sandlerhütte (Industrieroman, Wandsbek 1934). Im Siegerland, in Eiserfeld, spielen Hans Eschelbachs Sonnensehnsucht (Roman, Bonn 1918) und Rudolf Utschs Der Waldschmied (Roman, 1949).