In Werne wurde Antonie Jüngst (*1843 – †1918 Münster), eine katholische Schriftstellerin und Verfasserin historischer Versepen, geboren. Nach dem frühen Tod ihrer Mutter mußte sie zu Pflegeeltern nach Rheine übersiedeln. Diese machten sie mit Christoph Bernhard Schlüter (s. Warendorf, Münster) bekannt, mit dem sie eine zwanzigjährige Freundschaft verband. Er wurde ihr geistiger Mentor. Ihr bekanntestes Werk war das Versepos Conradin der Hohenstaufe (Paderborn 1882).
Literarische Stätte: Geburtshaus mit Gedenktafel in der Steinstraße 6; Sammlung einzelner Werke im Alten Amtshaus, Karl Pollender-Stadtmuseum Werne (Kirchhof 13) ; Nachlaß im Franziskaner-Kloster Münster.
In Werne lebte weiterhin Antonia Schmedding-Elpers. Sie wurde 1894 auf dem Richthof in Billerbeck geboren. 1918 kam sie als junge Lehrerin an die Rektoratsschule nach Werne, wo sie bis 1940 Französisch und Englisch unterrichtete. Aus politischen Gründen schied sie aus dem Schuldienst aus. Ihre plattdeutschen Gedichte und Geschichten sind in dem Band Nu luster es zusammengetragen.
Literarische Stätte: Sie lebte bis zu ihrem Tode 1985 am Kirchplatz in Werne (Kirchplatz 5, Ecke Magdalenenstraße; Gedenktafel).


