L wie Literaturstiftungen

In Westfalen gibt es lediglich eine Stiftung, die sich ausschließlich auf literarische Belange konzentriert: Die 1998 gegründete und in Bochum ansässige Liselotte und Walter Rauner-Stiftung. weiterlesen

L wie Literaturzeitschriften

Die einzige in Westfalen erscheinende Literaturzeitschrift wird vom Westfälischen Literaturbüro Unna herausgegeben. »LIT FORM« erscheint dreimonatlich und informiert über Projekte der NRW-Literaturbüros und das literarische Leben Westfalens. weiterlesen

M wie Märchen

Die Geschichte der deutschen Kinderliedersammlungen beginnt 1806/08 mit Achim von Arnims und Clemens Brentanos »Des Knaben Wunderhorn«. weiterlesen

M wie Mundart

Der klassische westfälische Mundartdichter ist Augustin Wibbelt. Er stammt aus der Ahlen-Vorhelmer Bauerschaft Schäringerfeld (»Mein Jugendparadies liegt in einer Ecke des Münsterlandes, recht im Herzen von Westfalen…«). Sein Name weist jedoch weit über seinen Geburtsort hinaus, was mit Wibbelts Lebensstationen als Priester zusammenhängt, die ihn nach Münster, Kleve und Duisburg führten. weiterlesen

M wie Museum

2006 feierte das »Museum für Westfälische Literatur« sein 5-Jähriges Jubiläum. Im Vorfeld der Gründung war viel gemutmaßt worden: Mit seinem Standort in der Oelde-Stromberger Bauerschaft Nottbeck liege das Museum viel zu weit ab vom Schuss. weiterlesen

N wie Nachlässe

»Wohin mit dem ganzen Papier?« Diese Frage stellt sich wohl jeder Schriftsteller irgendwann einmal. Um Nachlässe bzw. Vorlässe (Hinterlassenschaften, die Schriftsteller schon zu Lebzeiten einem Archiv übergeben) kümmern sich spezielle Literaturarchive. weiterlesen

N wie Nationalsozialismus

Nach 1933 griff die NSDAP auch in Westfalen massiv in die Literaturförderung ein. Indikatoren hierfür sind die Schaffung eines Westfälischen Literaturpreises, der zunächst ausschließlich an regimetreue Autorinnen und Autoren vergeben wurde, sowie die Etablierung der Zeitschrift »Heimat und Reich«, die – unter anderem mit ihren Literaturbeiträgen – propagandistisch aktiv war. weiterlesen

O wie O-Töne und Hörbücher

Warum lesen, wenn man sich’s auch anhören kann? Während die Buchbranche stagniert, erleben Audiobooks jährlich nicht unerhebliche Wachstumsraten. Ob sich dabei derselbe Effekt wie bei aufmerksamer Lektüre einstellt, sei dahingestellt; andererseits empfehlen sich Hörbücher als angenehme Reise- und Staubegleiter. weiterlesen

P wie Periodika

Der 1991 gestartete Versuch, mit »nrw-literarisch« eine eigene Literaturzeitschrift für NRW zu etablieren, misslang. Das Magazin musste nach 12 Ausgaben sein Erscheinen einstellen. Einen längeren Atem bewiesen die erwähnten Zeitschriften LIT FORM und die heute zweimonatlich erscheinende Kulturzeitschrift »Westfalenspiegel«, die in jeder Ausgabe auf acht Seiten über das literarische Leben vor Ort berichtet. weiterlesen

P wie Pop-Literatur

Die Definition »Pop-Literatur« ist weit gefasst. Vereinfacht wird man von einer »jungen Literatur« sprechen können, die gekennzeichnet ist durch eine freche, aufgeweckte Attitüde, einen häufig »szene«-geprägten Sprachstil und dadurch, dass Elemente der Pop-Musik oder anderer neuer Medien bzw. des aktuellen Films subsumiert werden. weiterlesen

P wie Popmusik

Noch fast gänzlich unbeleuchtet sind die Texte heutiger Songschreiber/innen aus dem Bereich der Popmusik, weiterlesen

Q wie Qualität und Quantität

Noch vor zwei Jahrzehnten hätte die Auskunft, man beschäftige sich mit Regionalliteratur, eher Unverständnis hervorgerufen. Die Zeiten haben sich gewandelt. Die regionale Literaturforschung hat sich innerhalb der Germanistik als eigener Forschungsszweig etabliert, nahe der Tür zur Sozialgeschichte und Literatursoziologie. weiterlesen

R wie Region oder auch Riha

»Region« oder auch »Riha«: Das eine schließt das andere mit ein. Der Name Karl Rihas steht für experimentelle, häufig auch verschrobene Literatur. weiterlesen

R wie Reiseliteratur

Die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts ist das Zeitalter der Reiseliteratur. Damals entstand die populäre Reihe »Das malerische und romantische Deutschland« (1836-1841). weiterlesen

R wie Rundfunk

Der WDR (zunächst NWDR) betrieb auf seine Weise Literaturförderung. Von der Ausstrahlung eines einzelnen Hörspiels konnte ein Autor manchmal ein Jahr lang einen Großteil seines Lebensunterhalts bestreiten. weiterlesen

S wie Salonliteratur

Der literarische Salon ist eine typische Erfindung der Biedermeierzeit. Vorbild waren die bedeutenden Salons der Rahel Varnhagen und Henriette Herz in Berlin und der Salon George Sands in Paris. weiterlesen

S wie Satire

Ein Altmeister der Satire ist Georg Weerth. Leben und Taten des berühmten Ritters Schnapphahnski war der erste deutsche Feuilletonroman. Er erschien 1848/1849 zunächst in der Neuen Rheinischen Zeitung und trug Weerth eine gerichtliche Klage wegen Beleidigung des Fürsten Felix Lichnowsky und eine dreimonatige Haftstrafe ein. weiterlesen

S wie Schelmenroman

Ein westfälischer Eulenspiegel ist der »Nies«, eine literarische Figur des niederdeutschen Autors Anton Aulke. Der Episoden rund um »Nies« waren mit viel Lokalkolorit gespickte Dorfgeschichten vor überwiegend heiterer Fassade und ohne viel Tiefgang, eben »en plasseerlik Bok van Buren, Swien, Spök, hauge Härens un en unwiesen Kerl«, wie es im Untertitel heißt. weiterlesen

S wie »Schmallenberger Dichterstreit«

Das schon erwähnte Schmallenberger Dichtertreffen 1956 (s. das Stichwort »Innovation«) ist der einzige »wirkliche« Literaturskandal der westfälischen Literaturgeschichte. Äußerungen wie »Westfalen sei lediglich eine Mystifikation« (Paul Schallück) oder Westfalen sei »nicht mehr als ein Verwaltungsbezirk« (Hans Dieter Schwarze) wirkten wie ein Dolchstoß für manches treue Westfalenherz. weiterlesen

S wie Song

Die Tradition des gesellschaftskritischen Songs führten in den sechziger und siebziger Jahren zwei der populärsten deutschen Liedermacher fort, der aus Schwelm gebürtige Franz-Josef Degenhardt und der 1942 nahe Bielefeld geborene Hannes Wader. weiterlesen

S wie Stiftungen

Das Engagement der Kulturstiftungen trägt maßgeblich zur Belebung des kulturellen und literarischen Lebens in NRW bei. Zu nennen sind hier in erster Linie die »Kunststiftung NRW« und die »NRW Stiftung Natur Heimat Kultur«, beide mit Sitz in Düsseldorf. weiterlesen

T wie Theater

»Kunst für Kohle, Kohle für Kunst!« Dieser Slogan steht am Anfang der Geschichte der Ruhrfestspiele Recklinghausen. Bergleute aus Recklinghausen fuhren im kalten Winter 1946 eine Sonderschicht für die Beheizung des Hamburger Schauspielhauses. Das Ensemble bedankte sich im Sommer darauf mit einem Gastspiel. weiterlesen

T wie Trivialliteratur

Im Rahmen des Projekts »Flammende Herzen. Unterhaltungsliteratur aus Westfalen« nahm die Literaturkommission für Westfalen erstmals eine Sichtung und Aufarbeitung der populären Unterhaltungsliteratur vor. Ins Blickfeld rückten Arzt- und Frauen- und Heimatromane, aber auch Western und Gruselhefte. weiterlesen

T wie Trümmerliteratur

Nach 1945 fehlen in Westfalen zunächst Impulse für eine adäquate Aufarbeitung der Kriegs- und Nachkriegszeit. Die Autoren der älteren Generation, in der Hauptsache Heimatschriftsteller, viele davon NS-belastet, prägen weiterhin das Bild. weiterlesen

T wie Tugendhafte Literatur

Der Politiker, Jurist, Historiker und Literat Justus Möser stammt zwar aus Osnabrück, fühlte sich aber dem westfälischen Kulturraum zugehörig. Dies kommt beispielsweise in seiner Moralischen Wochenschrift »Westphälische Beyträge zum Nutzen und Vergnügen« (1773-1782) zum Ausdruck. weiterlesen

U wie Übersetzungen

Eine frühere Übersetzerin englischer Literatur (Lord Byron, Walter Scott) war die Mindenerin Elise von Hohenhausen. Auch Ferdinand Freiligrath tat sich auf diesem Gebiet hervor. Er übersetzte unter anderem Walter Scott, Thomas Moore, Samuel Taylor Coleridge, William Wordsworth, Lord Byron und Longfellow, aber auch Victor Hugo. weiterlesen