F wie Fabeln

Im 18. Jahrhundert bedienten sich Volksaufklärer der Fabeln, um den »Untertanen« Wissen auf unterhaltsam-belehrende Art und Weise zu vermitteln. Dem Tecklenburger Fabel- und Parabeldichter Friedrich Adolph Krummacher zollte Goethe höchstes Lob: »Seine tiefen Dichtungen sind nach Inhalt und Form klassisch und überstrahlen die Herderschen.« Krummacher wirkte als Hauslehrer, Rektor, Prediger und Theologieprofessor zunächst in Hamm, dann am Niederrhein, in Münster und auf Empfehlung der Fürstin Pauline zur Lippe in Bernburg und schließlich in Bremen. Krummacher fühlte sich der westfälischen Landschaft vielfältig verbunden. Besonders schätzte er die Ruhrgegenden in Südwestfalen. Einer der wenigen westfälischen Fabeldichter des 20. Jahrhunderts ist Helmut Arntzen. Er veröffentlichte »Kurzer Prozeß. Aphorismen und Fabeln« (1966) und »Streit der Fakultäten. Neue Aphorismen und Fabeln« (2000).