Coolness und Intellektualität: Jazz und Lyrik passen einfach zusammen. Ein Pionier eines solchen musikalisch-literarischen Teamworks ist der in Dortmund geborene Peter Rühmkorf (Jg. 1929), der gleich an mehreren Jazz & Lyrik-Projekten beteiligt war, zuletzt innerhalb der Reihe »Live! auf dem Kulturgut« des »Museums für Westfälische Literatur«. Zwei Kollaborationen mit dem Klarinettisten Theo Jörgensmann ging der Satiriker Michael Klaus ein (»Zwischen Gelsenkirchen und Hollywood«, »Irland an Försters Küchentisch«). Auch die moderne Mundart steht nicht zurück. Hier ist das Projekt »Ropper dedal« mit dem niederdeutschen Autor Siegfried Kessemeier zu nennen. Das Ergebnis ungewöhnlicher (und dadurch spannender) Symbiosen sind die CDs »Welteinheitsporto«, bei der Texte August Stramms mit computergenerierten Klängen konfrontiert werden, und Georg Bührens CD »düssiets – affsiets – giensiets«, bei der erstmals eine Symbiose von niederdeutscher Lyrik und moderner Klassik versucht wurde.