Aus dem sauerländischen Altena stammt der Literaturkritiker Friedrich Sieburg, der auch als Lyriker und Reiseschriftsteller auftrat. Er wurde 1963 mit dem Annette von Droste-Hülshoff-Preis (Westfälischer Literaturpreis) ausgezeichnet. Einflussreich war er vor allem als Verantwortlicher Literaturredakteur der Literaturbeilage der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung« von 1956 bis 1964. Er genoss hier einen (teilweise wegen seines Konservatismus auch umstrittenen) Ruf ähnlich dem eines Marcel Reich-Ranicki heute. Ins Zwielicht geriet Sieburg durch seine Parteinahme für den Nationalsozialismus. – Ähnlich einflussreich war Walter Dirks. Er war von 1935 bis 1943 Feuilleton-Redakteur der »Frankfurter Zeitung« und 1946 Mitbegründer der »Frankfurter Hefte«, einer der einflussreichsten kulturpolitischen Zeitschriften der Nachkriegszeit. Von 1948 bis 1957 war er innenpolitischer Kommentator beim Südwestfunk Baden-Baden. Gleichzeitig arbeitete er zwischen 1953 und 1956 am Frankfurter »Institut für Sozialforschung« mit. Von 1956 bis 1967 leitete er die Hauptabteilung Kultur beim WDR.