L wie Literaturzeitschriften

Die einzige in Westfalen erscheinende Literaturzeitschrift wird vom Westfälischen Literaturbüro Unna herausgegeben. »LIT FORM« erscheint dreimonatlich und informiert über Projekte der NRW-Literaturbüros und das literarische Leben Westfalens. Ein großer Serviceteil ist speziell für Autorinnen und Autoren gedacht. 49 Ausgaben erschienen von 1986 bis 1998 unter dem Namen »Büroklammer«. – Nachrichten aus dem literarischen Leben finden sich auch in der Kulturzeitschrift »Westfalenspiegel«. Die 1951 gegründete Zeitschrift reflektiert literarische Entwicklungen in Westfalen seit den 1950er Jahren. Wichtigste literarische Debatten wurden hier (oft mit regelrechten »Leserbriefschlachten«) ausgetragen. So die Kontroverse um das »Westfälische« in der Literatur, besonders mit Blick auf dem als »unwestfälisch« diffamierten Droste-Preisträger Ernst Meister. Das lange Jahre monatlich erscheinende Blatt diskutierte Neuerscheinungen und berichtete über die Theaterwelt. Ein besonderer Schwerpunkt lag bei der modernen Mundart. Am Aufstieg Ernst Meisters hatte das Organ unmittelbar Anteil. Insgesamt dokumentiert der »Westfalenspiegel« den ehemals hohen Stellenwert von Literatur in Westfalen. 1965 erhielt die Monatszeitschrift einen eigenen, von Norbert Johannimloh redigierten Literaturteil. Viele Schriftstellertalente, die später national von sich reden machten, fanden hier ein erstes Publikationsforum.