Die Definition »Pop-Literatur« ist weit gefasst. Vereinfacht wird man von einer »jungen Literatur« sprechen können, die gekennzeichnet ist durch eine freche, aufgeweckte Attitüde, einen häufig »szene«-geprägten Sprachstil und dadurch, dass Elemente der Pop-Musik oder anderer neuer Medien bzw. des aktuellen Films subsumiert werden. Mit Blick auf Westfalen sind diesem Spektrum Autoren/innen wie Jürgen Noltensmeier, Wolfgang Welt, Frank Goosen, Helmuth Opitz, Jörg Albrecht, Kevin Vennemann, Wiglaf Droste und entfernt auch Ralf Rothmann, Ralf Thenior und Frank Göhre zuzurechnen, wobei der Letztgenannte mit einer der Ikonen der Pop-Literatur, Rolf Dieter Brinkmann (1940-1975), noch persönlich befreundet war.