Kennen Sie Herrn Ypsilanti? Zugegeben: Er dient hier als Notnagel. Denn was soll einem schon zum Buchstaben »Y« einfallen? Über besagten Herrn schreibt die Droste 1821: »Es soll in der Zeitung stehn, dass der Kaiser von Oesterreich den Fürsten Ipsilanti habe arretieren lassen, wir wollen es aber noch nicht hoffen.« Auch in Christian Dietrich Grabbes groteskem Lustspiel »Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung« (1822) hat Ypsilanti einen Auftritt – Indiz dafür, dass die »große Welt« durchaus bis in entlegene westfälische Winkel vordrang. Um das Geheimnis zu lüften: Alexandros Ypsilanti (1792-1828) war griechischer Offizier im russischen Dienst, Führer eines Geheimbundes. Er versuchte, in Griechenland revolutionäre Vorgänge in Gang zu setzen und die Befreiung von türkischer Herrschaft zu erreichen. Nach vernichtenden Niederlagen gegen die Türken floh er nach Österreich, wo er festgenommen wurde… Beim Buchstaben »Y« lässt sich auch auf Theobald von Oers »ABC-Buch für kleine und große Kinder« (1845) verweisen. Von Oer, der das berühmteste Ölbild »Fürstin Gallitzin im Kreise ihrer Freunde« malte, betätigte sich auch als Illustrator unter anderem des »Deutschen Balladenbuchs«, der von Gustav Schwab 1859 herausgegebenen »Deutschen Volksbücher« und des genannten populären Kinderbuchs.