Ein Buch aus dem 15. Jahrhundert mit Langzeitwirkung. Es sprach jedem treuen Westfalen aus der Seele. Vor allem, nachdem das Land von anderen mit Spott übersät worden war. weiterlesen
Kategorie: Zeitreise: Hauptwerke
1486 Rudolf von Langen: Carmina
1486
Der Münsterer Propst und Domkapitular Rudolf von Langen (* um 1438 Everswinkel – 25.12.1519), verfasste den ersten humanistischen Gedichtband, der in Deutschland gedruckt wurde. weiterlesen
1599 Philipp Nicolai
1599
Der evangelische Theologe und Kirchenlieddichter Philipp Nicolai (*1556 Bad Arolsen-Mengeringhausen – † 1608 Hamburg) war von 1596 bis 1601 Pfarrer in Unna. Unter dem Eindruck einer dort grassierenden, verheerenden Pest entstand sein »FrewdenSpiegel deß ewigen Lebens«. weiterlesen
1649 Friedrich von Spee
1649
»TrutzNachtigal wird das Büchlein genand weil es trutz allen Nachtigalen so schön, und lieblich singet, und zwar auff recht Poetisch. Also da es sich auch wol bey sehr guten Lateinischen, und andern poeten dürffe hören lassen. weiterlesen
1669 Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen: »Der abenteuerliche Simplicius Simplicissimus«
1669
Westfalen als Schauplatz der Weltliteratur: In der Gegend um Soest, Lippstadt und Werl sowie im ehemaligen Soester Kloster Paradeis spielen einige Kapitel von Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausens (1622-1676) Schelmenroman „Der abenteuerliche Simplicius Simplicissimus“ (1669). weiterlesen
1727 Engelbert Kaempfer
1727
Westfalen und die Welt. Engelbert Kaempfer (1651-1716) aus Lemgo ist der erste deutsche Forschungsreisende. Zwischen 1683 und 1692 gelangte er – unter Lebensgefahr – über Russland, Persien und Indien bis nach Japan, das damals für Europäer so gut wie nicht zugänglich war. weiterlesen
1751 Florens Arnold Consbruch
1751
»Jetzt da sich allgemach das Vorurteil verliert, / Und sie Geschmack und Witz, wie ihre Schönheit ziert, / So sieht man Schönen schon von diesem Vorzug ringen / Und hört die Donopin mit Ruhm und Beifall singen; / Und macht ihr Beispiel erst die muntern Schönen kühn / So wird Westphalens Lob in mehrern Liedern blühn.« Florens Arnold Consbruch (1729-1784), Richter in Herford und Bielefeld, veröffentlichte 1750 »Poetische Erzählungen« und im Jahr darauf seine »Versuche in westphälischen Gedichten«. weiterlesen
1766 Justus Möser: Westphälische Beyträge zum Nutzen und Vergnügen
1766
»In Westfalen, im Schlosse des Barons von Thunder-ten-tronckh, lebte ein Jüngling, der von Natur sehr sanftmütig geartet war. Sein Antlitz war seiner Seele Spiegel. Er war aufrichtigen und einfachen Geistes, und eben deshalb, glaube ich, war er Candid genannt worden.« weiterlesen
1777 Anton Mathias Sprickmann: Eulalia
1777
Anton Mathias Sprickmann (1749-1832) ist der erste »wirkliche« Dichter Westfalens. Er unternahm seine ersten schriftstellerischen Versuche als »Hofdichter« des Ministers und Generalvikars Franz von Fürstenberg (1729-1810). weiterlesen
1777 Heinrich Jung-Stilling: Heinrich Stillings Jugend.
1777
Der pietistisch inspirierte Entwicklungsroman »Heinrich Stillings Jugend. Eine wahrhafte Geschichte« steht neben so bekannten Beispielen wie Goethes »Wilhelm Meisters Lehrjahre« (1795f.) oder Gottfried Kellers »Der grüne Heinrich« (1879f.). weiterlesen
1784 Carl Arnold Kortum: Leben, Meynungen und Thaten von Hieronymus Jobs dem Kandidaten, und wie er sich weiland viel Ruhm erwar
1784
Carl Arnold Kortums (1745 Mülheim | R.-1824 Bochum) »Jobsiade« zählt zu den Klassikern des deutschen Humors. weiterlesen
1788 Bernard Overberg: Neues A-B-C. Buchstabir- und Lesebuch nach der im Hochstift Münster eingeführten Lehrart
1788
Das vorliegende Lehrbuch war ein Auftragswerk. Das Lehrbuch sollte der Landbevölkerung die Grundlagen des Schreibens und Lesens vermitteln, wobei Overberg bei der Gestaltung des Bändchens solches Geschick bewies, dass sich das Buch weiterlesen
1798 Johann Ludwig Ewald: Die Kunst ein gutes Mädchen, eine gute Gattin, Mutter und Hausfrau zu werden. Ein Hausbuch für erwachs
1798
Ein weiterer bedeutender westfälischer Volksaufklärer, diesmal aus dem Lippischen, war Johann Ludwig Ewalds (1747-1822). weiterlesen
1799 Karl Friedrich Benkowitz: »Der neue Westphälische Robinson oder der seltsame Mann in Wesel«
1799
Angeregt durch das Vorbild von Daniel Defoes »Robinson Crusoe« (1719/20) erschienen im 19. Jahrhundert Robinsonaden ohne Zahl. Auch Westfalen stand nicht zurück. weiterlesen
1801 Karl Gottlieb Horstig und Christian Ulrich von Ulmenstein: Westphälisches Taschenbuch.
1801
Seit etwa 1800, vor allem aber in der Biedermeierzeit, wurde das Taschenbuch zu einer beliebtesten Publikationsform. weiterlesen
1804 Johann Moritz Schwager: »Johann Moritz Schwager’s Bemerkungen auf einer Reise durch Westphalen, bis an und über den Rhein«
1804
Der Bielefeld-Jöllenbecker Pfarrer Johann Moritz Schwager war ein weiterer bedeutender westfälischer Volksaufklärer. weiterlesen
1805 Friedrich Adolph Krummacher: Parabeln. 3 Bände
1805
Friedrich Adolph Krummacher zählt zu den wenigen Fabeldichtern Westfalens. Sein literarisches Werk ist religiös inspiriert. Goethe sprach von »tiefen Dichtungen«, die nach Inhalt und Form »klassisch« genannt werden könnten und weiterlesen
1806 Ein Dichter des Untergangs, ein Seelenverwandter Kleists und Hölderlins. Franz von Sonnenberg (1779-1895), Sohn eines Haupt
1806
Ein Dichter des Untergangs, ein Seelenverwandter Kleists und Hölderlins. Franz von Sonnenberg (1779-1895), Sohn eines Hauptmanns, fühlte sich schon früh zum Dichterberuf bestimmt und entwarf auf dem Gymnasium in Münster, 15-jährig, eine große Epopöe (»Das Weltende«) weiterlesen
1807 Friedrich Stolberg: Geschichte der Religion Jesu Christi. 15 Bände.
1807
Annette von Droste-Hülshoff zufolge wurde der Name Friedrich Leopold von Stolbergs (1750-1819) in Westfalen noch 1841 wie ein Talisman gehandelt, während er anderswo bereits in Vergessenheit geraten sei. weiterlesen
1810 Friedrich Raßmann (Hg.): Mimigardia
1810
Anfang des Jahrhunderts begann die systematische Aufarbeitung der westfälischen Literatur. Ein maßgeblicher Organisator war Friedrich Raßmann – eine der denkwürdigsten Erscheinungen der deutschen Literaturgeschichte. weiterlesen
1812 Brockhaus: Conversations-Lexikon
1812
Der aus Dortmund gebürtige Friedrich Arnold Brockhaus (1772-1823 Leipzig) war der Begründer des »Conversations-Lexikons«, das als Universallexikon Vorbild für viele internationale Lexikonprojekte wurde. weiterlesen
1820 Johann Friedrich Wilhelm Pustkuchen-Glanzow: Wilhelm Meisters Wanderjahre
1820
Ein Buch aus der Kategorie »Curiosa«. Man stelle sich vor: Kurz bevor ein »Starautor« ein Buch herausbringt, erscheint jenes bereits im Buchhandel – mit identischem Titel, allerdings von einem anonymen Verfasser herausgebracht. weiterlesen
1822 Christian Dietrich Grabbe: Scherz, Satire, Ironie
1822
»Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung« ist ein genialer, bizarrer Spaß. Das Stück lebt von der »entschiedenen Weltsicht«, die der Autor ihm – laut Vorspann – mitgab. weiterlesen
1829 Diepenbrock: Geistlicher Blumenstrauß
1829
Die religiös orientierte Literatur bildet im Westfalen der Biedermeierzeit eine starke Strömung. Einen eigenen Weg beschritt der 1798 in Bocholt geborene Melchior von Diepenbrock, späterer Fürstbischof von Breslau. weiterlesen
1835 Christian Dietrich Grabbe: Die Hermannsschlacht
1835
»Mein Herz ist grün von Wald« – Christian Dietrich Grabbe investierte seine letzten Kräfte in dieses Monumentaldrama, das dennoch unvollendet blieb. In der Lippischen Landesbibliothek Detmold existieren über 60 Bruchstücke des Werks. weiterlesen
1838 Annette von Droste-Hülshoff: Gedichte
1838
Die erste Gedichtausgabe der Droste erschien aus familiärer Rücksichtnahme halbanonym. Dem schmalen Band ging eine lange Phase der Unentschlossenheit, der gelegentlichen Mutlosigkeit, ein endloses Feilen und Umarbeiten, schließlich die für die Verfasserin weiterlesen
1838 Carl Leberecht Immermann: Münchhausen
1838
Carl Leberecht Immermann (1796-1840) wollte in seinem Roman »Münchhausen« ein kräftiges Bild westfälischer Lebenswirklichkeit zeichnen. Zu diesem Zweck studierte er sorgfältig westfälisches Brauchtum und ging dem uralten Gang der Dinge bei Hochzeiten, Handel und Gewerbe nach. weiterlesen
1838 Ferdinand Freiligrath: Gedichte
1838
Ferdinand Freiligrath (1810-1876) war im 19. Jahrhundert der populärste westfälische Dichter. Seine »Wüsten- und Löwenpoesie« machte ihn über Nacht in ganz Deutschland bekannt. weiterlesen
1841 Levin Schücking/Ferdinand Freiligrath: Das malerische und romantische Westphalen
1841
Inspiriert von Immermanns Westfalenporträt im »Münchhausen« plante Ferdinand Freiligrath selbst einen Landschaftsband über Westfalen. Er schrieb 1838 an Heinrich Künzel: »Lesen Sie Immermanns eben erschienenen Münchhausen. weiterlesen
1842 Annette von Droste-Hülshoff: Die Judenbuche
1842
Nur wenige deutschsprachige Werke haben eine so große Leserschaft wie diese »Meisternovelle« der Annette von Droste-Hülshoff. Die Auflage hat sich bei etwa sechs Millionen Exemplaren eingependelt. weiterlesen