»O Gott, ich kann nicht bergen, / Wie angst mir vor den Schergen, / Die du vielleicht gesandt, / In Krankheit oder Grämen / Die Sinne mir zu nehmen, / Zu tödten den Verstand! // Es ist mir oft zu Sinnen, / Als wolle schon beginnen / Dein schweres Strafgericht, / Als dämmre eine Wolke, / Doch unbewußt dem Volke, / Um meines Geistes Licht.« weiterlesen
Kategorie: 1850-1875
1858 Luise Hensel: Gedichte
1858
Ihre »Gedichte«, zuerst mit Gedichten ihrer Schwester Wilhelmine (s. unten) vereinigt (hrsg. von Kletke, Berl. 1858), zeichneten sich hauptsächlich durch den Geist milder, inniger und sehnsüchtiger Frömmigkeit aus; ihr Abendlied »Müde bin ich, geh‘ zur Ruh’« weiterlesen
1874 Franz Giese / Hermann Landois
1874
Eine weitere volkstümliche literarische Figur. Frans Essink ist Gelbgießer und ein höchst origineller und sonderbarer Charakter. Vor allem aber ist er ein Münsterer Pohlbürger mit Leib und Seele. weiterlesen
1874 Henriette Davidis: Beruf der Jungfrau
1874
Eine seit den 1840er Jahren äußerst erfolgreiche westfälische Autorin war Henriette Davidis (1801-1876). Ihr »Praktisches Kochbuch für die gewöhnliche und die feine Küche« (1844) brachte es auf 76 Auflagen und ist mit seinem sprichwörtlich gewordenen »Man nehme…« weiterlesen
1874 Jodocus Donatus Hubertus Temme: Mord beim Sandkruge
1874
Es fehlt nur noch das schreiende Käuzchen. Ansonsten werden alle Register des Grauens strapaziert: Ein verlassenes Haus mit zwielichtigen Katakomben, Gestalten, die bei Nacht und Nebel herumschleichen, eine »seltsame, unheimliche«, ganz in schwarze Seide gehüllte Frau, natürlich ein Mord, bei dem nicht allein ein Doppelgängermotiv eine Rolle spielt, sondern gleich drei Verdächtige sich offensichtlich wie ein Ei dem anderen ähneln. weiterlesen