1909 Paul Zech: Das schwarze Revier

1909

Obwohl er aus Briesen in Westpreußen stammend, sah Paul Zech (1881-1946) sich als Westfale an. Er begründet dies unter anderem damit, dass seine Ahnen in Westfalen im Kohlenbergbau tätig waren. weiterlesen

1910 Heinrich Kämpchen: Was die Ruhr mir sang

1910

»Das ist des Bergmanns früher Tod: / Er muß im Schacht / Tagtäglich scharren um sein Brot / In Dunst und Nacht.« Heinrich Kämpchen (1847-1912) hatte eine große Leserschaft, weil er von 1890 bis 1912 in fast jeder Ausgabe der »Bergmanns-Zeitung« weiterlesen

1914 Josef Winckler: Eiserne Sonette

1914

»Nicht sentimentales Bedauern erweckt in uns der Rauch der Schlote und der Hochöfen, die menschenverschlingende Großstadt und das landüberzitternde Gestampf der Maschinen. Wir grüßen die tausend Kräfte, die an der Arbeit sind, um unsere Zeit von sich selbst zu erlösen. Wir finden uns kämpfend ab mit den düsteren Schatten unserer Tage, Schatten, an denen zuerst das Licht sich offenbaren wird« weiterlesen

1915 August Stramm: Du. Liebesgedichte

1915

Der in Münster geborene August Stramm (1874-1915) war für die deutsche Literatur das, was Wassily Kandinsky für die Malerei oder Arnold Schönberg für die Musik war: Ein Erfinder der Abstraktion. weiterlesen

1916 Huelsenbeck: Phantastische Gebete

1916

Die entscheidende literarische Station Richard Huelsenbecks (1892-1974) brach 1916 in Zürich an, wo Huelsenbeck bei der Geburtsstunde der Dada-Bewegung Pate stand. Hugo Ball hatte ihn dorthin gerufen. Ball hatte gerade in der »Spiegelgasse Nr. 1« das legendäre »Cabaret Voltaire« eröffnet. weiterlesen

1916 Wagenfeld: Lucifer

1916

Karl Wagenfeld (1869-1939) ist neben Augustin Wibbelt der bekannteste westfälische Mundartautor. Sein Werk steht ganz im Zeichen seines Engagements für den Heimatgedanken. weiterlesen

1918 Adolf von Hatzfeld: »Franziskus«

1918

Adolf von Hatzfeld (1892-1957) ist im Kontinuum der westfälischen Literaturgeschichte ein Einzelgänger, der – nietzscheangehaucht – Dichtertum im originären Sinne verstand und verkörperte: Als Anhänger der »reinen Poesie« war für ihn der Prozess des Dichtens Lebensinhalt und so wichtig wie das Endprodukt, das Gedicht selbst. weiterlesen

1923 Heinrich Luhmann: Heilige in Holzschuhen

1923

Der Lehrer Heinrich Luhmann (1890-1978) ist neben Augustin Wibbelt (1862-1947) und Winckler der westfälische Volkserzähler der 1920er bis 1940er Jahre. Seit den frühen 1920er Jahren veröffentlichte er zahlreiche, häufig humorvolle, im Bauernmilieu spielende Dorferzählungen und engagierte sich daneben in der Heimatbewegung. weiterlesen

1923 Josef Winckler: Der tolle Bomberg

1923

Josef Wincklers Roman »Der tolle Bomberg« avancierte bald nach seinem Erscheinen im Jahre 1923 zu einem Erfolgsbuch. Das kletterte sogar an die Spitze der Bestsellerliste und wurde dort erst im Jahre 1929 von Erich Maria Remarques »Im Westen nichts Neues abgelöst«. weiterlesen

1923 Otto Wohlgemuth: Schlagende Wetter

1923

Otto Wohlgemuth (1884-1965) ist bereits Repräsentant einer neuen Richtung der Arbeiterdichtung. Sein Vorbild waren »anerkannte« Literaten wie Richard Dehmel, Arno Holz oder Gerhart Hauptmann. Seine beiden Gedichtbände »Drei Sonette« und weiterlesen

1924 Christine Koch: Wille Räusen

1924

Christine Kochs Name besitzt noch immer einen eigenen Klang. »In der Sprache des Landes, der plattdeutschen Mundart, hinterließ diese Frau ein bemerkenswertes lyrisches Werk: Gedichte.« weiterlesen