Lulu von Strauß und Torneys (1873-1956) ist noch heute als Balladendichterin bekannt. Ihre zahlreichen Westfalenromane sind hingegen in Vergessenheit geraten. In ihrer Zeit waren sie freilich vielgelesen. weiterlesen
Kategorie: 1900-1925
1906 Else Lasker-Schüler: Das Peter Hille Buch.
1906
In der alten Reichshauptstadt Berlin waren Hille (1854-1904) und Else Lasker-Schüler (1869-1945) Stadtgespräch – Hille mit Rauschebart und Bettlerkleidung, sie ausstaffiert wie eine orientalische Prinzessin. weiterlesen
1909 Augustin Wibbelt: Mäten-Gaitlink
1909
Augustin Wibbelts (1862-1947) niederdeutsches Gedicht »Dat Pöggsken« ist das bekannteste Gedicht Augustin Wibbelts und eines der bekanntesten westfälischen Gedichte überhaupt. weiterlesen
1909 Paul Zech: Das schwarze Revier
1909
Obwohl er aus Briesen in Westpreußen stammend, sah Paul Zech (1881-1946) sich als Westfale an. Er begründet dies unter anderem damit, dass seine Ahnen in Westfalen im Kohlenbergbau tätig waren. weiterlesen
1910 Heinrich Kämpchen: Was die Ruhr mir sang
1910
»Das ist des Bergmanns früher Tod: / Er muß im Schacht / Tagtäglich scharren um sein Brot / In Dunst und Nacht.« Heinrich Kämpchen (1847-1912) hatte eine große Leserschaft, weil er von 1890 bis 1912 in fast jeder Ausgabe der »Bergmanns-Zeitung« weiterlesen
1914 Josef Winckler: Eiserne Sonette
1914
»Nicht sentimentales Bedauern erweckt in uns der Rauch der Schlote und der Hochöfen, die menschenverschlingende Großstadt und das landüberzitternde Gestampf der Maschinen. Wir grüßen die tausend Kräfte, die an der Arbeit sind, um unsere Zeit von sich selbst zu erlösen. Wir finden uns kämpfend ab mit den düsteren Schatten unserer Tage, Schatten, an denen zuerst das Licht sich offenbaren wird« weiterlesen
1915 August Stramm: Du. Liebesgedichte
1915
Der in Münster geborene August Stramm (1874-1915) war für die deutsche Literatur das, was Wassily Kandinsky für die Malerei oder Arnold Schönberg für die Musik war: Ein Erfinder der Abstraktion. weiterlesen
1916 Huelsenbeck: Phantastische Gebete
1916
Die entscheidende literarische Station Richard Huelsenbecks (1892-1974) brach 1916 in Zürich an, wo Huelsenbeck bei der Geburtsstunde der Dada-Bewegung Pate stand. Hugo Ball hatte ihn dorthin gerufen. Ball hatte gerade in der »Spiegelgasse Nr. 1« das legendäre »Cabaret Voltaire« eröffnet. weiterlesen
1916 Wagenfeld: Lucifer
1916
Karl Wagenfeld (1869-1939) ist neben Augustin Wibbelt der bekannteste westfälische Mundartautor. Sein Werk steht ganz im Zeichen seines Engagements für den Heimatgedanken. weiterlesen
1917 Gustav Sack: Ein verbummelter Student 1917 (über 20 Auf. in 2 Jahren)
1917
»…immer wird zu beklagen sein, dass das kühn konzipierte Werk Torso geblieben ist, – ein Torso freilich, packender, als so manches Vollendete« – so Thomas Mann über Gustav Sacks (1885-1916) Romanfragment »Paralyse«. weiterlesen
1917 Hertha Koenig: Sonette. Gedichte. Leipzig
1917
»Sonette. Gedichte.« Leipzig: Insel 1917
Die auf Gut Böckel bei Bieren (Gemeinde Rödinghausen) geborene Hertha Koenig (1884-1976) ist eine von wenigen erwähnenswerten impressionistischen Dichterinnen Westfalens. weiterlesen
1918 Adolf von Hatzfeld: »Franziskus«
1918
Adolf von Hatzfeld (1892-1957) ist im Kontinuum der westfälischen Literaturgeschichte ein Einzelgänger, der – nietzscheangehaucht – Dichtertum im originären Sinne verstand und verkörperte: Als Anhänger der »reinen Poesie« war für ihn der Prozess des Dichtens Lebensinhalt und so wichtig wie das Endprodukt, das Gedicht selbst. weiterlesen
1923 Heinrich Luhmann: Heilige in Holzschuhen
1923
Der Lehrer Heinrich Luhmann (1890-1978) ist neben Augustin Wibbelt (1862-1947) und Winckler der westfälische Volkserzähler der 1920er bis 1940er Jahre. Seit den frühen 1920er Jahren veröffentlichte er zahlreiche, häufig humorvolle, im Bauernmilieu spielende Dorferzählungen und engagierte sich daneben in der Heimatbewegung. weiterlesen
1923 Josef Winckler: Der tolle Bomberg
1923
Josef Wincklers Roman »Der tolle Bomberg« avancierte bald nach seinem Erscheinen im Jahre 1923 zu einem Erfolgsbuch. Das kletterte sogar an die Spitze der Bestsellerliste und wurde dort erst im Jahre 1929 von Erich Maria Remarques »Im Westen nichts Neues abgelöst«. weiterlesen
1923 Otto Wohlgemuth: Schlagende Wetter
1923
Otto Wohlgemuth (1884-1965) ist bereits Repräsentant einer neuen Richtung der Arbeiterdichtung. Sein Vorbild waren »anerkannte« Literaten wie Richard Dehmel, Arno Holz oder Gerhart Hauptmann. Seine beiden Gedichtbände »Drei Sonette« und weiterlesen
1924 Christine Koch: Wille Räusen
1924
Christine Kochs Name besitzt noch immer einen eigenen Klang. »In der Sprache des Landes, der plattdeutschen Mundart, hinterließ diese Frau ein bemerkenswertes lyrisches Werk: Gedichte.« weiterlesen