»Nicht sentimentales Bedauern erweckt in uns der Rauch der Schlote und der Hochöfen, die menschenverschlingende Großstadt und das landüberzitternde Gestampf der Maschinen. Wir grüßen die tausend Kräfte, die an der Arbeit sind, um unsere Zeit von sich selbst zu erlösen. Wir finden uns kämpfend ab mit den düsteren Schatten unserer Tage, Schatten, an denen zuerst das Licht sich offenbaren wird« (aus der Zeitschrift »Quadriga«). Ab 1912 machte eine literarische Gruppierung überregional von sich reden, die »Werkleute auf Haus Nyland«. Eine ihrer Zentralfiguren war der in Rheine geborene Josef Winckler (1881-1966), der 1914 seine »Eisernen Sonette« veröffentlichte, die ganz dem Selbstverständnis des Kreises verpflichtet sind. Der Dichterkreis versuchte, die mechanistische Welt der Maschine mit elementaren Kräften der Natur und des Menschen zu vereinen. Die »Werkleute« sind nur bedingt der »Arbeiterliteratur« zuzuzählen. Weder gehörten die Mitglieder der Arbeiterschaft an, noch wandte sich die Zeitschrift an ein Arbeiterpublikum. Von daher ist im Zusammenhang mit der Gruppierung von einer Frühform der »Industriedichtung« die Rede. Seit Herbst 1912 gab der Kreis vierteljährlich eine Zeitschrift, die »Quadriga«, heraus, die eine idealistische Auffassung vom Beruf des Dichters im industriellen Zeitalter postulierte. Sie ist gekennzeichnet von einer »Erlöserhoffnung« und »Erlösersehnsucht«, wie es im ersten Heft der Zeitschrift heißt. Aus dem »Nyland«-Kreis ging zum Teil bedeutende, dem Expressionismus nahestehende Dichtung hervor. Treffpunkt der Gruppe war »Haus Nyland« bei Hopsten.
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