Ein weiterer moderner westfälischer Mundartautor. Siegfried Kessemeiers (Jg. 1930) literarische Technik ist gekennzeichnet von einer bis aufs Äußerste verknappten Sprache und Metaphorik. Die Texte sind nüchtern und unprätentiös. Sie versachlichen und handeln ein Thema mit wenigen Worten ab. In charakteristischen Miniaturen wird die »große Geschichte« eingefangen und zugleich individuell perspektiviert. Ein häufiges Thema ist dabei die NS-Zeit, ein anderes die bildende Kunst. Kessemeier begreift die Mundart als Kunstsprache, die ihm durch ihre lautliche Eigenart und literarische Unverbrauchtheit besondere literarische Möglichkeiten eröffnet. »Ich habe zwei Sprachen. Und ich beharre darauf. Zwei Sprachen sind mehr als eine – eine einfache Rechnung. Und die Welt wird größer.« Ein Ergebnis der Erkundung neuer Wege ist Kessemeiers Jazz-und-Lyrik-Projekt »ropper dedal« (1997).
Tondokumente
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Ropper audio/mpeg, 77 KB
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Se Briuket audio/mpeg, 311 KB
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Muorn audio/mpeg, 167 KB
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Üewer diän audio/mpeg, 226 KB
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säo ärre audio/mpeg, 309 KB
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Wussen wat audio/mpeg, 260 KB
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Me woit nit audio/mpeg, 489 KB
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Ankuemen audio/mpeg, 376 KB
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Winter audio/mpeg, 315 KB
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ter moite audio/mpeg, 346 KB
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dat noirige audio/mpeg, 345 KB
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Üewerlandstrote audio/mpeg, 425 KB
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Riänenplack audio/mpeg, 298 KB
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spenn un fak audio/mpeg, 437 KB
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Äogenschlag audio/mpeg, 463 KB
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Spoller audio/mpeg, 285 KB
