1977 erschien, herausgegeben von der Berliner Akademie der Künste, der Band »Julia ohne Romeo«. Er enthält Kurzgeschichten und autobiografische Prosa der Brecht-Mitarbeiterin Elisabeth Hauptmanns. weiterlesen
Kategorie: 1975-2000
1977 Fischer-Verlag: Werkkreis-Reihe (Schulgeschichten, 1977)
1977
Anfang der 1970er Jahre hatte sich die Gruppe 61, auch nach Einschätzung ihrer Mitglieder, überlebt. Schon 1967 waren bei einem Treffen der Gruppe unterschiedliche Auffassungen über Aufgaben und Arbeitsweise der Gruppe zutage getreten. weiterlesen
1978 Ottilie Baranowski: Wind weiht
1978
»Besonders bewegend sind ihre Verse, die von der Vergänglichkeit sprechen«, heißt es in der Verleihungsurkunde des renommierten Fritz-Reuter-Preises. Ottilie Baranowski ist eine Autorin der leisen Töne. Sie hat ihre Ursprünge in der traditionellen Mundartliteratur nie verleugnet und führt diese Tradition durch ihr vielfältiges Engagement für die niederdeutsche Sprache weiter fort. weiterlesen
1979 Ernst Meister: Wandloser Raum
1979
Der Hagener Ernst Meister, Jg. 1911, verkörperte Mitte der 1950er Jahre den Prototyp eines neuen westfälischen Schriftstellers, eines Autors, der über ein modernes Formbewusstsein verfügte und virtuos und radikal Spracherkundung betrieb. weiterlesen
1979 Günther Grass: Treffen in Telgte
1979
Noch einmal »Westfalen als Schauplatz der Weltliteratur«. Die Rede ist von Günther Grass Novelle »Treffen in Telgte« aus dem Jahre 1979. weiterlesen
1979 Peter Rühmkorf Olsberger Rede
1979
Der Büchner-Preisträger Peter Rühmkorf ist, was nur wenig bekannt ist, in Dortmund geboren. Dieser Umstand prädestinierte ihn als Preisträger für den Annette von Droste-Hülshoff-Preis. weiterlesen
1981 Ulla Hahn: Herz über Kopf
1981
Ulla Hahn ist eine Autorin, an der sich die Geister scheiden. Über kaum eine deutsche Lyrikerin ist in den 1980er Jahren mehr debattiert und gestritten worden. Die Verfasserin wurde Zielscheibe heftigster Polemik, gar beißenden Spotts. weiterlesen
1982 Birgitta Arens: Katzengold
1982
Mit »Katzengold« wurde die Sauerländerin Birgitta Arens (Jg. 1948) auf einen Schlag in der literarischen Welt bekannt. Der Roman war die Literarische Entdeckung des Herbstes 1982 und belegte Platz eins der renommierten Kritiker-Bestenliste des SWF. weiterlesen
1982 Hans Wollschläger: »Herzgewächse oder der Fall Adam«
1982
Hans Wollschläger wurde vor allem durch seine Übersetzung von James Joyces „Ulysses“ (1975) bekannt, die als eine der »großen sprachschöpferischen Leistungen der deutschen Literatur« gewürdigt wurde. Aber dies ist nur eines von vielen Arbeitsfeldern, auf denen sich der in Minden geborene Pastorensohn (1935-2007) hervortat. weiterlesen
1983 Aloys Terbille: Spoor van Lieden allevedan
1983
Vaake spraek ik Hochdütschk, / ümdat de eenen mi verstaoht, / un net so vaake praot ik Plattdütschk, / ümdat de andern mi verstaoht. / Moderspraoke. / Sick sölws un de andern verstaohn. weiterlesen
1983 Norbert Johannimloh: Appelbaumchaussee
1983
Zwanzig Jahre nach seinem Lyrikdebüt verfasste Norbert Johannimloh (Jg. 1930) mit dem Erzählband »Appelbaumchaussee« ein Standardwerk der westfälischen Literatur. Auch hierbei ging er neue Wege und reformierte die westfälische Dorfgeschichte. weiterlesen
1989 Thenior: Westerwinkler Hundegras
1989
1980 zog der Schriftsteller von Hamburg nach Herbern im Kreis Coesfeld, in die Vorburg von Schloss Westerwinkel. Die schmale Veröffentlichung »Westerwinkler Hundegras« macht deutlich, was Schreiben unter veränderten Lebensbedingungen für Thenior bedeutete, nämlich: Die Sinne säubern, den Blick, Ruhe spüren, beobachten, sich gehen lassen, sich zulassen – heraus aus dem Großstadtmief, aus der zubetonierten Anonymität. weiterlesen
1992 Georg Bühren: De Lüe – de Wäör – de Tied
1992
»In einer von Bildern so reichen Kindheit auf dem Lande aufgewachsen zu sein«, sei »ein unschätzbarer Wert«, hat Georg Bühren einmal herausgestellt, und: »… es sind immer Bilder, die in meiner Lyrik sich in wenigen Worten verdichten, kleine Formulierungen von Erkanntem, nicht von Erkenntnissen.« weiterlesen
1994 Otto A. Böhmer: Der Hammer des Herrn
1994
Die literarische Grundhaltung Otto A. Böhmers (Jg. 1949) ist die eines melancholischen Satirikers und Spötters. Der Autor versteht es wie kaum ein anderer, schwierige Themen allgemeinverständlich und unterhaltsam an den Leser zu bringen. weiterlesen
1995 Burkhard Spinnen: Langer Samstag
1995
Burkhard Spinnen hat, weil er »Unvermutetes im Alltag unspektakulär erzählt«, 1992 den Aspekte-Literaturpreis erhalten. Der akute Alltag ist in der Tat das alles dominierende Thema bei Spinnen, der Alltag und der Alltagsmensch. weiterlesen
1995 Dietrich Schwanitz: Der Campus
1995
»Es gibt eine Schwachstelle im System. Eine Vermischung von Politik und Sexualmoral, die neu auf dem Markt ist. … Der Fall in ihrem Institut, sexuelle Belästigung, feministischer Protest, Political Correctness. Das ist wie eine Kernfusion, die ganz neue Strahlungen freisetzt. Tödliche Strahlungen. weiterlesen
1995 Mechthild Curtius: Im Rüschhaus und anderswo
1995
Mechthild Curtius‘ Texte sind sperrig. Die Autorin will es so. Sie gibt nicht nach. An die Stelle geordneter, in wohltemperierte epische Formen gegossener Landschaftsformationen setzt die Autorin rhapsodische, suggestive, innere Landschaftsbilder, Zerreißbilder. weiterlesen
1995 Winfried Pielow: Die Utopie des Landlebens
1995
Heute werden Geschichten im Sekundentakt erzählt: In der Werbung, im Video-Clip, anderswo. Es regiert die kurze Schnittfrequenz, die nur noch andeutet, was sich im Kopf des Betrachters wie von selbst zusammenfügt. Winfried Pielow nimmt sich dagegen zum Erzählen alle Zeit der Welt. weiterlesen
1996 Gisela Corleis: Brand
1996
Gisela Corleis‘ zweiter Roman »Brand« spielt in der unmittelbaren Heimat der Autorin, im Lippischen. Er bietet ein düsteres Sittengemälde dieser Gegend. Erzählt wird die Geschichte einer alptraumhaften Angst. weiterlesen
1996 Hans-Ulrich Treichel: Heimatkunde oder Alles ist heiter und edel
1996
Hans-Ulrich Treichel ist ein Meister der humoristischen Subversion. Der 1952 in Versmold geborene Autor machte zunächst als Lyriker von sich reden. Nach drei Gedichtbänden bei Suhrkamp (»Liebe Not«, 1986, »Seit Tagen kein Wunder«, 1990, »Der einzige Gast«, 1994) schwenkte er zur Prosa um, der er seitdem treu geblieben ist. Vor allem in dieser Prosa erweist sich Treichel als Variations- und Verwandlungskünstler, der die Attitüde des lakonischen Sprechens meisterhaft beherrscht und sie deshalb zu seinem Generalthema erkoren hat. weiterlesen
1998 Ludwig Homann: Der weiße Jude
1998
Mit »Der weiße Jude« setzte Homann teilweise seine »Nachrichten aus der Provinz« fort, mit denen er zwischen 1966 und 1973 literarisch debütierte. Sein Comeback erlebte der Autor 1994 mit der Erzählung »Engelchen«, in der ein kleines blondes Mädchen von einem Stadtstreicher entführt und getötet wird. weiterlesen
1999 Jörg-Uwe Sauer: Uniklinik. Salzburg, Wien: Residenz-Verlag
1999
»Uniklinik« Salzburg, Wien: Residenz-Verlag
»Uniklinik«, das Romandebüt des 1963 in Wanne-Eickel geborenen Jörg-Uwe Sauer, kam gleich bei einem renommierten Verlag unter und fand die ungeteilte Aufmerksamkeit der großen Feuilletons. weiterlesen