Vaake spraek ik Hochdütschk, / ümdat de eenen mi verstaoht, / un net so vaake praot ik Plattdütschk, / ümdat de andern mi verstaoht. / Moderspraoke. / Sick sölws un de andern verstaohn. (Aloys Terbille: Op den Akker). Ein weiterer niederdeutscher Autor, der sich vom Ballast der Dönekes-Poesie befreit hat und seine Texte politische-aufklärerisch einsetzt. Aloys Terbille wurde 1936 in Vreden an der deutsch-niederländischen Grenze geboren und wuchs unter Plattdeutsch sprechenden Ackerbürgern der Kleinstadt auf. Als mutiger und unbequemer Mahner nahm er für sein Engagement viele Repressalien auf sich. Seit 1978 veröffentlicht er Lyrik und Prosa in westmünsterländischer Mundart in Anthologien und Zeitschriften. »Spoor van Lieden allevedan« handelt vom Leidensweg der Vredener Juden in den Holocaust: Das Buch erschien in den Niederlanden und fand beiderseits der Grenze große Beachtung. Terbille wurde 1984 Klaus Groth-Preis und 1994 mit dem Freudenthal-Preis von Soltau ausgezeichnet. 1997 erschien sein Lyrikband »Welldage«.
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Nich een Woord audio/mpeg, 784 KB
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