1983 Norbert Johannimloh: Appelbaumchaussee

Zwanzig Jahre nach seinem Lyrikdebüt verfasste Norbert Johannimloh (Jg. 1930) mit dem Erzählband »Appelbaumchaussee« ein Standardwerk der westfälischen Literatur. Auch hierbei ging er neue Wege und reformierte die westfälische Dorfgeschichte. Seine – so der Untertitel – »Geschichten vom Großundstarkwerden« schildern, autobiographisch gefärbt, die Kindheit in einer bäuerlich-proletarisch katholischen Umgebung der 1930er und 1940er Jahre. Unsentimentales Erzählen, exakte Detailbeobachtung, landschaftliches Kolorit und der mit Ironie durchsetzte Ernst machten – so Jürgen P. Wallmann – »Appelbaumchaussee« zu einem Stück Regionalliteratur im Sinne Walsers und Annette von Droste‑Hülshoffs. Heimat auf Westfälisch – das hieß damals alles andere als Idylle. Die Wirklichkeit war geprägt von sexueller Verklemmung und Tabus, von der Sprachlosigkeit des eigenen, verbitterten Vaters, von Beichtnöten und rohen Schlachtfestszenarien, vom Eingesperrtsein. »Appelbaumchaussee« ist längst zu einem »Klassiker« (nicht nur) der westfälischen Literatur geworden, der zahlreiche Neuauflagen erlebte.

Tondokumente

  • Appelbaumchaussee audio/mpeg, 5 MB
  • Appelbaumchaussee audio/mpeg, 7 MB
  • En Weile widderblöihn audio/mpeg, 312 KB
  • Eine Weile weiterblühen audio/mpeg, 323 KB
  • Inn Schatten von Doume audio/mpeg, 325 KB
  • Im Schatten des Domes audio/mpeg, 333 KB
  • Huole Holschenträtte audio/mpeg, 433 KB
  • Hohle Holzschuhtritte audio/mpeg, 406 KB
  • De Kroun täihet wäg audio/mpeg, 391 KB
  • Die Kraniche ziehen fort audio/mpeg, 393 KB
  • Upm Müllhaupen audio/mpeg, 535 KB
  • Auf dem Müllhaufen audio/mpeg, 483 KB