Otto Wohlgemuth (1884-1965) ist bereits Repräsentant einer neuen Richtung der Arbeiterdichtung. Sein Vorbild waren »anerkannte« Literaten wie Richard Dehmel, Arno Holz oder Gerhart Hauptmann. Seine beiden Gedichtbände »Drei Sonette« und weiterlesen
Kategorie: Zeitreise: Hauptwerke
1924 Christine Koch: Wille Räusen
1924
Christine Kochs Name besitzt noch immer einen eigenen Klang. »In der Sprache des Landes, der plattdeutschen Mundart, hinterließ diese Frau ein bemerkenswertes lyrisches Werk: Gedichte.« weiterlesen
1928 Gertrud Le Fort: Das Schweißtuch der Veronika
1928
Das »Schweißtuch der Veronika« ist das bekannteste Werk der in Minden geborenen Schriftstellerin Gertrud von le Fort (1876-1971). Es steht, wie die übrigen Werke der Autorin, ganz in der Suche des Menschen nach weiterlesen
1929 Elisabeth Hauptmann: Happy End
1929
Die 1897 im ostwestfälischen Peckelsheim bei Warburg geborene Autorin war um 1924 engste Mitarbeiterin Bertolt Brechts. weiterlesen
1930 Hans Marchwitza: Sturm auf Essen
1930
Brennpunkt Ruhrgebiet: Zwei der bedeutendsten Chronisten der politisch bewegten Geschichte des Ruhrgebiets zwischen 1918 und 1930 sind Hans Marchwitza (1890-1965) und Erik Reger (1893-1954). Hans Marchwitza über seine Herkunft: »Mein Großvater war Bergmann weiterlesen
1931 Erik Reger (d.i.: Hermann Dannenberger): Union der festen Hand
1931
In seinem Romandebüt »Union der festen Hand« setzte Erik Reger (d.i. Hermann Dannenberger) seine Forderung nach der »publizistischen Funktion der Dichtung« um. weiterlesen
1932 Erich Grisar: Mit Kamera und Schreibmaschine durch Europa
1932
Wenn Erich Grisar vom Ruhrgebiet erzählt, steht der Realismus und nicht nostalgischer Schmelz im Vordergrund. Seine Alltagsgeschichten besitzen durch ihre Ungekünsteltheit eine anrührende Plastizität. weiterlesen
1934 Josefa Berens-Totenohl: Femhof
1934
Die Sauerländerin Josefa Berens-Totenohl (1891-1964) war eine Massenautorin der NS-Zeit. Ihr Roman »Der Femhof« (1934) erreichte eine Auflage von 275.000 Exemplaren. weiterlesen
1935 Walther Vollmer: Die Schenke zur ewigen Liebe
1935
Der Roman »Die Schenke zur ewigen Liebe« war fast zwei Jahrzehnte lang ein Erfolgsbuch mit einer Gesamtauflage von annähernd 300.000 Exemplaren. Erklärlich wird dies nur dadurch, dass hier das Glück der kleinen Leute auf eine Art und Weise idyllisiert wird, die dem Lesepublikum an der Ruhr ans Herz ging und ein Selbstbewusstsein suggerierte, das es in anderen Büchern nicht fand. weiterlesen
1936 Anton Aulke: Nies. En plasseerlick Bok van Buren, Swien, Spök, hauge Härens un en unwiesen Kerl.
1936
Das multimediale Zeitalter hat jene Epoche verdrängt, in der es noch gang und gäbe war, mit versammelter Familie vor dem Radio sitzend wie gebannt dem neuen Hörspiel eines Autors zu lauschen. weiterlesen
1947 Hans Siemsen: Die Geschichte des Hitlerjungen Adolf Goers
1947
Der aus Mark bei Hamm gebürtige Autor (1891-1969) machte sich seit 1914 einen Namen als Journalist und Chefredakteur. Er schrieb für die bekanntesten deutschen Feuilletons. weiterlesen
1951 Die Zeitschrift »Westfalenspiegel«
1951
Ein Publikationsorgan von Rang: Die 1951 gegründete Zeitschrift »Westfalenspiegel« reflektiert und dokumentiert wie kein anderes die literarischen Entwicklungen in Westfalen. weiterlesen
1951 Peter Paul Althaus: In der Traumstadt
1951
Althaus’ Gedichtbände »In der Traumstadt«, »Flower Tales«, »Dr. Enzian«, »Wir sanften Irren«, »Seelenwandertouren« und »PPA lässt nochmals grüßen« sind heute bibliophile Kostbarkeiten. Auch in literarischer Hinsicht sind diese schmalen Bändchen besondere Kleinode. weiterlesen
1953 Herbert Reinecker: Kinder, Mütter und ein General. Roman
1953
»Kinder, Mütter und ein General« ist ein strategisch geplantes Erfolgsbuch. Mit ihm und der gleichnamigen Verfilmung schaffte Herbert Reinecker den Wiedereinstieg in eine erfolgreiche Medienlaufbahn, nachdem er wegen seiner propagandistischen während der NS-Zeit nach 1945 zunächst diskreditiert gewesen war. weiterlesen
1953 Warsinsky. Kimmerische Fahrt
1953
»Das waren die frischen Eindrücke des Krieges und der Nachkriegszeit. Ich kam aus dem Krieg zurück und war froh, endlich wieder leben zu dürfen, und ich habe gearbeitet – und alles das verknüpfte sich. weiterlesen
1956 Hans Dieter Schwarze: Clowns
1956
Der aus Münster gebürtige Hans Dieter Schwarze (Jg. 1926) trug wesentlich zum Anbruch der Moderne in Westfalen bei, besonders während seiner Zeit als Intendant und Dramaturg (1968-1973) am Westfälische Landestheater Castrop-Rauxel. weiterlesen
1956 Josef Reding: Friedland
1956
Das Buch »Friedland, Chronik der großen Heimkehr« basiert auf Quellenstudien und persönlichen Erfahrungen. Dabei entstand eine Dokumentation der individuellen Nöte im Nachkriegsdeutschland. weiterlesen
1959 Paul Schallück: Engelbert Reinecke
1959
Der Warendorfer Paul Schallück zählte in den 1950er Jahren zu den profiliertesten deutschen Autoren. Als sein Romandebüt »Wenn man aufhören könnte zu lügen« erschien, war er gerade 29 Jahre alt. Zwei Jahre später kam »Ankunft null Uhr zwölf« heraus, wiederum nur ein Jahr darauf »Die unsichtbare Pforte«, die Geschichte eines drogensüchtigen Kriegsheimkehrers. weiterlesen
1960 Fritz Hüser, Walter Köpping: Wir tragen ein Licht durch die Nacht
1960
Die Herausgeber Fritz Hüser (Leiter der Dortmunder Volksbücherei und später Gründer des Dortmunder Instituts für deutsche und internationale Arbeiterliteratur) und Walter Köpping (Bildungsfunktionär der Industriegewerkschaft Bergbau) nahmen in die vorliegende Anthologie neben frühen Arbeiterdichtern wie Paul Zech, Gerrit Engelke, Kurt Kläber und Josef Winckler auch Beiträge junger Autoren auf, die noch kaum publiziert hatten, u.a. von Max von der Grün. weiterlesen
1961 Thomas Valentin: Hölle für Kinder
1961
Die literarische Laufbahn des Lippstädters Thomas Valentin (1922-1980) begann Mitte der 1960er Jahre als Chefdramaturg am Theater in Bremen. Zu dieser Zeit wurde sein Stück »Die Unberatenen« durch Peter Zadek uraufgeführt. weiterlesen
1963 Erich Jansen: Aus den Briefen eines Königs
1963
»Die Welt kennt keine Poesie« lautet der letzte Satz aus Erich Jansens Gedichtsammlung »Die nie gezeigten Zimmer«. Brieflich resümierte der Autor 1967: »Der Leser hat keine Beziehung zu meiner, ihm fremden Bilderwelt. weiterlesen
1963 Max von der Grün: Irrlicht u. Feuer
1963
Max von der Grüns Name ist programmatisch mit dem Etikett »Arbeiterdichter« verbunden. Er war Mitbegründer der Gruppe 61 und zugleich ihr prominentestes und literarisch wirksamstes Mitglied. Seine Romane sind Erfolgsbücher und riefen bei ihrem Erscheinen erregte Diskussionen hervor, viele wurden verfilmt. weiterlesen
1963 Norbert Johannimloh: En handvoll Rägen
1963
Anfang der 1960er Jahre befreite Norbert Johannimloh (Jg. 1930) die westfälische Mundartpoesie vom Ruch der Dönekes-Harmlosigkeit und wagte den Brückenschlag zur literarischen Moderne. weiterlesen
1964 Jägersberg: Weihrauch u. Pumpernickel
1964
Otto Jägersberg (Jg. 1942) ist ein Alltagserzähler par excellence. An die 80 Storys dürften es sein, die er – neben drei Romanen – in seinem Stammverlag Diogenes herausgebracht hat. weiterlesen
1965 Degenhardt. Spiel nicht mit den Schmuddelkindern
1965
»Ich singe nicht für euch, / … ihr frankophilen Käselutscher, / ihr, die ihr nichts so liebt / wie eure eignen parfümierten Pöter…« weiterlesen
1968 Hugo Ernst Käufer: Käufer-Report
1968
Einer der sechs Sprecher des Werkkreises war Hugo Ernst Käufer, Mitbegründer der »Literarischen Werkstatt Gelsenkirchen«. Käufer entfaltet in der Folgezeit eine besonders rege literarische Tätigkeit. weiterlesen
1969 Jenny Aloni: Der Wartesaal
1969
Die Jüdin Jenny Aloni, geborene Rosenbaum, erlitt die Zeit des Nationalsozialismus mit aller Härte. Sie selbst entkam dem Holocaust nur durch ihre Auswanderung nach Palästina (1939), wo sie an der Hebräischen Universität in Jerusalem das Studium aufnahm. weiterlesen
1971 Siegfried Kessemeier: Gloipe inner Dör
1971
Ein weiterer moderner westfälischer Mundartautor. Siegfried Kessemeiers (Jg. 1930) literarische Technik ist gekennzeichnet von einer bis aufs Äußerste verknappten Sprache und Metaphorik. weiterlesen
1973 Karin Struck: Klassenliebe
1973
Karin Struck machte in den 1970er Jahren mit Mitte zwanzig als »mitteilungswütiges, feministisches Fräuleinwunder der deutschen Literatur« (Waltraud Schwab in der »taz«) Furore. weiterlesen
1974 Arnold Leifert: Signale im Verteidigungsfall
1974
Arnold Leifert, 1940 in Soest geboren und heute im Bergischen Land lebend, debütierte 1974 mit der politischen Agit-Prop-Lyrik »Signale im Verteidigungsfall«. Sie erschien im renommierten S.-Fischer-Verlag und enthält sog. »Doku-Gedichte«, d.h. plakative Texte, die der Autor zum Beispiel in Tageszeitungen fand. weiterlesen