S. J. Schmidt, Münster 30.11.2010, Museum Nottbeck Wie sieht Ihr Schreib- und Lesealltag aus?Wie sieht Ihre Schreibwerkstatt aus, wie entstehen Ihre Texte?Sind Sie ein akribischer Archivar oder geben Sie der Intuition den Vorzug?Benutzen Sie den Computer als Arbeitsinstrument?Auch in der Emeritierung sind Sie noch im Wissenschaftsbetrieb und Literarischen aktiv. Sind Sie ein Workaholic?Das Verhältnis zwischen Ihrer wissenschaftlichen und literarischen Arbeit in Anteilen?Hat sich nach Ihrer Emeritierung an diesem Verhältnis etwas geändert?Wenn Sie Präferenzen setzen müssten: Lägen diese auf wissenschaftlichem oder auch künstlerischem Gebiet?Würden Sie zustimmen: Wissenschaftlich = Arbeit, Künstlerische Arbeit = Spaß?Wie reagiert die wissenschaftliche Fachwelt auf Ihre künstlerische Arbeit?Wie sehen Sie die Zukunft des Buches? Befindet es sich in einem Wandlungsprozess?Was hat sich für die Literatur durch Formen wie Videoclip und Internet geändert?Gibt es für Sie so etwas wie das wichtigste Buch, ein Buch, das jeder gelesen haben sollte?Und die Botschaft von Ihrem wichtigsten Buch?Sind Sie Teil einer Künstlercommunity?Das Bielefelder Kolloquium „Neue Poesie“ erscheint aus der Rückschau wie ein Mythos. Wie ist Ihre Einschätzung?Wie würden Sie das Charakteristische dieser Treffen beschreiben? Und würden sie heute noch oder wieder Sinn machen?Was weckt Ihre Neugierde? Die bildende Kunst, Musik, andere Kulturen oder doch der Alltag?Sie müssen noch zwei- drei Sätze zu Ihrem wunderbaren Buch sagen, dass Sie jetzt mit Ihrem Enkel Jonas realisiert haben.Sie sind viel gereist und reisen weiterhin viel. Hat das unmittelbar bzw. mittelbar Reflexe auf Ihre Kunst?Welche Funktion hat Kunst in Ihren Augen?Wie beurteilen Sie die rasanten Umbrüche in der Mediengesellschaft in ihrer Konsequenz auf den Menschen?Ist man im Blick auf die heutige politische Medienlandschaft geradezu zum Kulturskeptiker und Pessimisten verdammt?Sie haben sich kritisch zur Literaturwissenschaft geäußert. Heute dominiert der Methodenpluralismus. Sie dagegen plädieren für strenge systematische Analyseform. Ist die Literaturwissenschaft auf dem Holzweg?Und die letzte Frage: Wie wichtig ist Ihnen Ihr Publikum? LesungStandardinterviewindividuelles Interview