Wolfgang Welt, 16.11.2010, Bochum, Schauspielhaus Wo befinden wir uns hier?Warum treffen wir uns im Schauspielhaus?Sie sind gebürtiger Bochumer. Haben Sie sich je vorstellen können, woanders zu leben?Ist Ihr Schreiben Ausdruck einer Ruhrgebietsmentalität?Viele Ruhrgebietsautoren haben einen melancholischen Zugang zum Revier. Sie nicht. Warum?Haben Sie das Gefühl im Ruhrgebiet zu weit weg von literarischen Zentren zu sein?Ihr Romanheld „Buddy Holly“ kommt vom Musikjournalismus zur Literatur. War das bei Ihnen auch so?Hatten Sie damals Vorbilder für die Erfindung Ihres eigenen Schreibstils?Wie viel stilistische Feinarbeit und Überarbeitung steckt in Ihren Texten?Ihre psychologische Innenschau scheut keine Tabus. War es schmerzhaft sich so offenzulegen?Wie gingen Freunde, aber auch Fans, mit dieser Offenheit um?Haben Sie damals manchmal Selbstzensur geübt?Warum dieser fast obsessive Wahrheitsfanatismus?Gibt es Personen, die Ihnen das übel genommen haben?Könnten Sie auch andere Romane schreiben?In der Literaturtheorie werden Sie als Erfinder der deutschen Popliteratur gefeiert und unter dem Stichwort „Neuer Archvismus“ beschrieben. Was halten Sie von diesen Zuschreibungen?Lesen Sie jüngere Autoren, wie Stuckrad-Barre, Kracht oder Frank Goosen, die Ihnen ja alle viel verdanken?Von vielen Zeitgenossen wurden Sie in den 80ger Jahren unterschätzt. Hat das geschmerzt?Ist der Abdruck Ihrer Texte in Anthologien und dass man Sie als Urvater des Pophorts wahrnimmt eine späte Anerkennung?Haben Sie selbst an den Erfolg Ihrer Bücher geglaubt? Sie sind nun ein Suhrkamp-Autor.Was sind Ihre nächsten Projekte?Was würden Sie Ihrem schärfsten Kritiker von damals, Diedrich Diederichsen, heute sagen? LesungStandardinterviewindividuelles Interview