Christoph Wenzel, 18.06.2010, Museum für westfälische Literatur, Haus Nottbeck Sie verkörpern ein modernes Dichterbild. Welche Rolle spielen literarische Netzwerkbildung und Öffentlichkeit für Ihr Werk?Wie sind die Reaktionen von anderen, wenn man sagt, man sei Lyriker? Es gibt ja diese klischeehaften Vorstellungen.Wann haben Sie ihr erstes Gedicht geschrieben und was war der Auslöser?Können Sie konkrete Einflüsse nennen, die auf Ihre Dichtung einwirken?Hat die neue deutsche Poplyrik oder auch die internationale Ihre Gedichte geprägt?Haben neuen Medien - wie sms oder Twitter - Einfluss auf Gedichte oder auch auf Ihre eigene Lyrik?Was kann Lyrik in der heutigen Medienwelt noch leisten? Glauben Sie, dass das Gedicht eine Renaissance erleben wird?Ist das Verfassen von Gedichten für Sie eine Fortsetzung der akademischen Spracharbeit?Sie glauben, dass man heute auch Gedichte schreiben kann, wenn sich man nicht akademisch mit Literatur befasst?Oft meint man, dass sich Lyrik nur dem erschließe, der über ein kritisches Instrumentarium zur Analyse verfügt.Ist Schönheit und Wohlklang, guter Sound ein Ziel, wenn Sie ein Gedicht schreiben?Viele Gedichte handeln von Erinnerungen, meistens von individuellen. Zielen Sie auch auf kollektive Erinnerungsräume?Sind Ihre Gedichte sozialkritisch oder politisch?Ist Dichtung für Sie auch eine Möglichkeit, Kindheitsmuster aufzuarbeiten oder in Erinnerungen wieder einzutauchen?Wie wichtig ist die gestalterische Präsentation Ihrer Gedichte? Müssen sich Gestaltung und Text zu einer Einheit fügen?Sie kollaborieren mit Elektro-Musikern, stellen die Zeitschrift auf Parties vor: neue Formen, um Menschen zu erreichen?Die Topografie des Ruhrgebiets spielt in Ihren Werken eine große Rolle. Können Sie da vielleicht noch was zu erzählen?In Ihren Gedichten taucht das Ruhrgebiet als postindustrieller Raum auf. Das ist das Gegenteil zur klassischen Arbeiterdichtung. Was ist das Faszinierende daran? LesungStandardinterviewindividuelles Interview